05.02.2024
Blick hinter die Kulissen: Exkursion zu Mercer Timber Products und Zellstoffwerk Rosenthal


Am Montag, 05.02.2024 konnten Mitglieder des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio gemeinsam mit Forststudierenden der Fachhochschule Erfurt sowie des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit der FH Erfurt spannende Einblicke in die Produktionsprozesse von Mercer Timber Products GmbH in Saalburg-Ebersdorf und dem Mercer-Schwesterwerk für Zellstoffproduktion in Rosenthal, Süd-Thüringen, gewinnen. 


Wir erfuhren, wie der kanadische Konzern vor allem für den nordamerikanischen und japanischen Markt Schnittholzprodukte und Brettsperrholz herstellt und die Sägenebenprodukte kaskadisch zur Herstellung von Zellstoff, Bioenergie und weiteren Bioprodukten wie Lignin nutzt. Ein schönes Beispiel für eine möglichst umfassende Nutzung von Holzressourcen, Abfallvermeidung und Vertiefung von Wertschöpfung.


Viel diskutiert wurde die derzeit ausschließliche Verarbeitung von Nadelholz, das hauptsächlich aus einem Umkreis von 150 bis 200 km kommt. Angesichts der Herausforderungen durch die schwindende Verfügbarkeit von Fichtenholz wurden Fragen nach alternativen Rohstoffquellen und zukünftigen Produktionsstrategien diskutiert.


Wir konnten sehr eindrucksvoll erleben wie die Industrie unterschiedliche Holzressourcen nutzt und vor welchen Herausforderungen sie in Zukunft steht. Diese Eindrücke liefern auch wertvolle Impulse für die weitere strategische Arbeit von Holz-21-regio.  Die zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten mit teilnehmenden Partnern wie ThüringenForst, der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, dem Kompetenzzentrum für Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit der FH Erfurt sowie weiteren Unternehmens- und Hochschulpartnern bereichern die Diskussion nachhaltig und fördern den Austausch über zukünftige Produktionsstrategien.




30.01.2024
Rennsteig 2030: Gemeinsam Aufforsten

Eine Aufforstungsinitiative von Holz-21-regio und den Baumpaten



Der Thüringer Wald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands und ein echtes Naturjuwel, befindet sich gegenwärtig in einer ernsten Krise. Die verheerenden Auswirkungen des Waldsterbens, verursacht durch Trockenphasen und Schädlingsbefall, sind unübersehbar. Aktuelle Daten zeigen, dass die Schadflächen im Thüringer Wald ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht haben. Dieser Verlust von Waldflächen bedroht die Artenvielfalt, den Boden und das ökologische Gleichgewicht des Thüringer Waldes.


Rennsteig 2030: Eine gemeinsame Initiative


In einer koordinierten Aufforstungsaktion setzen sich Holz-21-regio und Bündnismitglied die Baumpaten Thüringen® für die Erhaltung dieses einzigartigen Waldgebiets ein. Wir haben die gemeinsame Initiative > Rennsteig 2030 ins Leben gerufen, die darauf abzielt, den Thüringer Wald, insbesondere den Rennsteig, für kommende Generationen zu bewahren.


Ziel: 500.000 Bäume bis 2030


Die Initiative "Rennsteig 2030" hat ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 sollen insgesamt 500.000 Bäume im Thüringer Wald gepflanzt werden. Dies entspricht einer jährlichen Aufforstung von 70.000 Bäumen. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn Privatpersonen und Unternehmen mit vereinten Kräften als Baumpaten aktiv werden.


Baumpatenschaften und innovative Technologie


Um die Schönheit des Thüringer Waldes zu erhalten, sammeln Holz-21-regio und die Baumpaten Thüringen® Baumpatenschaften von Privatpersonen und Unternehmen. Die Bäume werden nicht nur auf herkömmliche Weise gepflanzt, sondern auch mit Hilfe von Pflanzdrohnen. Diese innovative Technologie ermöglicht es, selbst schwer zugängliche Stellen schnell und effizient aufzuforsten, was die Effektivität der Aufforstungsmaßnahmen maximiert.


Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft


Die Waldflächen, die ganz aktuell aufgeforstet werden, befinden sich östlich von Ruhla. Auf knapp 100 Hektar Fläche wurden vor vielen Jahrzehnten Fichtenbestände gepflanzt, von denen bereits über die Hälfte dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen ist. Doch wir können aus der Vergangenheit lernen und gleichzeitig innovative Ansätze erproben, um einen zukunftsfähigen Wald zu schaffen.


Holz-21-regio und die Fachhochschule Erfurt begleiten wissenschaftlich die Aufforstungen und sichern so die Zukunft des Thüringer Waldes. Dies ist eine gemeinsame Anstrengung, bei der wir alle eine Rolle spielen können.


 


Werden auch Sie Teil der Lösung!


Gemeinsam können wir den Thüringer Wald schützen und für künftige Generationen bewahren. Unterstützen auch Sie Rennsteig 2030 und werden jetzt Baumpate! Ihre Beteiligung ist entscheidend, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen und unseren wertvollen Thüringer Wald zu schützen.


> Jetzt Baumpate werden!


29.01.2024
Hallo 2024, hallo ESG-Berichterstattung!

Holz-21-regio-Mitglied, die Baumpaten Thüringen, navigiert uns durch den ESG-Dschungel.



Was bedeutet ESG und warum sollten wir uns damit beschäftigen?


ESG steht für Environment, Social und Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und bildet die Grundlage für die Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen. Diese Kriterien werden ab 2024 eine entscheidende Rolle in Unternehmensberichten spielen. Denn die EU hat bereits im Jahr 2022 beschlossen, dass Unternehmen zur Erreichung der europäischen Klimaziele beitragen und ihre Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit in verbindlichen ESG-Berichten darlegen müssen. Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ist die gesetzliche Grundlage für diese Berichterstattung, während der ESRS (European Sustainability Reporting Standard) das "Wie" und "Was" der Berichterstattung definiert.


Die Einführung der Berichtspflicht erfolgt schrittweise:



  • Ab dem 01.01.2024 sind grundsätzlich alle börsennotierten Unternehmen und Finanzunternehmen zur Berichterstattung verpflichtet.

  • Ab Januar 2025 unterliegen ebenfalls solche Unternehmen der Berichterstattungspflicht mit mindestens zwei der drei aufgeführten Kriterien - 250 Mitarbeiter, Bilanzsumme von 20 Millionen Euro oder Jahresumsatz von 40 Millionen Euro.

  • Ab Januar 2026 müssen auch kleine und mittlere Unternehmen den ESG-Standards folgen. Also auch unsere Holz-21-regio-Mitgliedsunternehmen.


Baumpatenschaften als ESG-Maßnahme


Die Umsetzung von ESG-Maßnahmen kann zunächst überfordernd wirken. Unser Mitglied, die Baumpaten Thüringen, bietet jedoch eine wunderbare Lösung im Einklang mit den Holz-21-regio-Zielen: Baumpatenschaften.


Baumpatenschaften sind nicht nur ein Schlüssel zur Navigation im ESG-Dschungel, sondern auch ein vielseitiges Instrument zur Erfüllung verschiedener ESG-Anforderungen. Durch die Integration von Baumpatenschaften in das Nachhaltigkeitskonzept von Unternehmen können Umweltziele unterstützt und soziale sowie Governance-bezogene Aspekte gestärkt werden. Dies ermöglicht eine ganzheitliche und effektive Herangehensweise an ESG-Initiativen, während gleichzeitig positive ökologische Auswirkungen erzielt werden.


Die Baumpaten Thüringen informieren Sie gern weiterführend zur ESG-Berichterstattung und unterstützen Sie bei der Gründung Ihres Firmenwalds als ESG-Maßnahme.


Gleichzeitig können Sie damit unsere > Aufforstungsinitiative Rennsteig 2030 unterstützen.


> Hier geht’s zur Website der Baumpaten.


 


 


25.01.2024 bis 26.01.2024
Autor: Sascha Lummitsch - Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement & Nachhaltigkeit
Exkursion zu Züblin Timber – Ein Weltkonzern stellt seine Holzbauambitionen vor

Züblin Timber ist als Tochtergesellschaft der STRABAG vor allem im Hochbau in Deutschland tätig und verzeichnet zunehmend Anfragen für Holzbaugroßprojekt.


Gemeinsam mit unserem Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen und Studierenden der Forstwirtschaft der Fachhochschule Erfurt, sowie Sascha Lummitsch vom Thüringer Kompetenzzentrum für Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit und Thomas Zill von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen folgten wir Ende Januar der Einladung von Züblin Timber und nutzten die Möglichkeit einer Werksbesichtigung im bayerischen Aichach.


Foto: Sascha Lummitsch


Am Standort produziert der Konzern alle Holzbauteile selbst. Entsprechend sind Abbundanlagen für Brettschichtholz, Brettsperrholz, Decken- und Wandelemente, Bau-Buchen-Träger etc. vorhanden. Aufgeteilt auf 4 Hallen findet sogar eine eigene Brettsperrholzproduktion mit anschließendem Abbund statt. Perspektivisch wird der Konzern seine Produktionskapazitäten ausbauen, da die Nachfrage nach Holzbauprojekten steigt. In Thüringen ist die Firma bereits mit einer eignen, auf Holzbauprojekte spezialisierten, Geschäftsstelle in Jena ansässig. Für die vertiefte Zusammenarbeit zur Optimierung der Wertschöpfungskette vom Rohholz bis zur Weiterverarbeitung und Umsetzung in Holzbauprojekten bieten sich das Know-How im Forschungsbereich von Holz-21-regio und die Expertise im langjährigen mehrgeschossigen Holzbau von Züblin Timber geradezu an. 


Foto: Sascha Lummitsch
Foto: Sascha Lummitsch
Foto: Sascha Lummitsch
Foto: Sascha Lummitsch
Foto: Sascha Lummitsch
Foto: Sascha Lummitsch


 


22.01.2024
Autor: Konstantin Schneider, Konstantin Schneider, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Erfurt, Projekt: Aktive Regionalentwicklung
Vorgestellt: Verbundvorhaben „RePaPro – Stoffliche Nutzung von Pioniergehölzen im Hochbau“

 


RePaPro setzt auf eine innovative Antwort für den Klimawandel in der Thüringer Waldregion durch die nachhaltige Nutzung von Pioniergehölzen im Hochbau. Diese wegweisende Initiative transformiert nicht nur den Wald ökologisch, sondern fördert auch die regionale Wirtschaft durch gezielte Holzverarbeitung.


Generiert mit DALL-E


Das Projekt RePaPro verfolgt einen innovativen Ansatz zur nachhaltigen stofflichen Nutzung von Pioniergehölzen im Hochbau, um den Herausforderungen von Klimawandel und Kalamitäten in der Thüringer Waldregion entgegenzuwirken. Angesichts des enormen Vorratsverlusts bisheriger Hauptbaumarten, der geringen Aufforstungserfolge und einer strukturellen Unterentwicklung in der Thüringer Holzbaubranche, soll das Vorhaben einen klimagerechten Wandel im Hochbau befördern. Die Ausgangslage ist alarmierend. Seit 2018 hat sich die Gesamtfläche von Kahlschlägen und stark aufgelichteten Gebieten in Thüringen auf etwa 110.000 Hektar erhöht (Waldzustandsbericht, 2023). Besonders herausfordernd ist die natürliche Wiederbestockung mit Pioniergehölzen wie Pappel, Weide oder Birke sowie deren waldbauliches Management und wertschöpfende Nutzung. Aufgrund des hohen Verarbeitungsanteils der Baumarten Fichte und Buche gibt es bisher wenig Anwendungsbereiche für Pionierbaumarten in der Holzverarbeitungsbranche.


Das Gesamtziel des Projekts ist klar: Ein klimagerechter Strukturwandel im Wald soll, unter Einbeziehung von regionalen Hölzern und Förderung von Sägewerken sowie Holzbaubetrieben, sich auch auf den Hochbau ausdehnen. Dabei steht die Entwicklung geeigneter Holzsortimente aus ausgewählten Weichlaubhölzern ebenso im Fokus wie die Etablierung regionaler Wertschöpfungsketten für Holzfaserdämmstoffe aus Pioniergehölzen. Weiterführend sollen die Errichtung von Wärmedämmverbundsystemen und Wandkonstruktionen für die Nachverdichtung im urbanen Raum, die Sanierung von Bestandsgebäuden oder den Neubau von Gewerbeeinheiten erprobt werden. Zudem sind die messtechnische Ausstattung und Überwachung der praxiserprobten Wandelemente vorgesehen.


Der Beitrag zum innovationsgetriebenen Strukturwandel der Region ist enorm. Empfehlungen zur Förderung geeigneter Baumarten und die serielle Fertigung von Modulen für den modernen Holzhausbau sind nur einige der angestrebten Ziele. Nach Projektende sollen die geeigneten Baumarten weiter in die Zielbestockung überführt werden, und in Zusammenarbeit mit der Ausbau und Service GmbH, Suhl, entsteht eine neue Produktionslinie für Vorhangdämmfassaden und Wandelemente auf Basis von Pioniergehölzen.


Holzfaserdämmplatte PAVATEX auf Wandelement der Firma EcoTimber, Quelle: Konstantin Schneider


Die Suche nach Industriepartnern für die Produktion von Dämmstoffen und die serielle Fertigung von Holzbaumodulen steht ebenfalls auf der Agenda, ebenso wie der Transfer der Projektergebnisse in vergleichbare ländliche Regionen in Deutschland.


Insgesamt trägt das Projekt maßgeblich zur strategischen Ausrichtung des Bündnisses Holz-21-regio bei, indem es eine nachhaltige Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels bietet und dabei nicht nur den Wald, sondern auch die regionale Wirtschaft und den Hochbau transformiert.


Nahaufnahme Holzfaserdämmplatte PAVATEX auf Wandelement der Firma EcoTimber, Quelle: Konstantin Schneider


 


19.01.2024
Autor: Sascha Lummitsch - Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement & Nachhaltigkeit
Vom kleinen Holzbauer zur seriellen Produktion – Exkursion zur Firma Eco-Timber in Nord-Thüringen

 


Quelle: Sascha Lummitsch


Die Firma Eco-Timber füllt bereits einen Teil der Lücke, die die Wertschöpfungskette vom Rohholz bis zum hoch veredelten Produkt in Thüringen aufweist.


Das Jahr 2024 begann für unsere Mitglieder mit einer Einladung zur Exkursion nach Nord-Thüringen. Gemeinsam mit Studierenden der Fachhochschule Erfurt aus den Bereichen Bauingenieurwesen, interdisziplinärer Holzbau und Forstwirtschaft besuchten wir die Firma Eco-Timber aus Heilbad Heiligenstadt im Eichsfeld. Eco-Timber ist seit der ersten Stunde Holz-21-regio Mitglied sowie Projektpartner eines unserer Forschungsprojekte aus dem 2. Call.  Angefangen als kleiner Zimmereibetrieb hat sich die Firma auf die Be- und Weiterverarbeitung großdimensionierter Holzwerkstoffe spezialisiert. Es werden Wände, Decken, Dachstühle und Fassadenelemente für die Großbaustellen Deutschlands produziert. Die Teilnehmenden bekamen eine Werksführung durch den Geschäftsführer, Uwe Klingebiel, und konnten den Mitarbeitenden im Bereich der Arbeitsvorbereitung über die Schultern schauen. Die Exkursion wurde gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit der Fachhochschule Erfurt durchgeführt. In gemeinsamen Gesprächen wurde der Wunsch nach fortführender, vertiefter Zusammenarbeit zwischen dem Praxispartner und den Forschungsstellen deutlich und ein Plan entwickelt, wie diese im Jahr 2024 umgesetzt wird.


Quelle: Sascha Lummitsch
Quelle: Sascha Lummitsch
Quelle: Sascha Lummitsch


 


18.01.2024
Empfang der Waldeigentümer: Kontakteknüpfen auf der Grünen Woche

Grüne Woche: Waldeigentümer zeigen Bundeswaldgesetz die "Rote Karte", Quelle: AGDW – Die Waldeigentümer


Am 18. Januar besuchte Holz-21-regio-Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen den Empfang der Waldeigentümer im Rahmen der Grünen Woche in Berlin, an dem hochrangige Gäste wie Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, teilnahmen. Mitveranstalter war in diesem Jahr der Waldbesitzerverband für Thüringen.

Schwerpunkt der Reise war der Dialog mit politischen Vertretern. Prof. Erik Findeisen setzte sich intensiv für die Verstetigung unserer Bemühungen ein und knüpfte wertvolle Kontakte, um unsere Ziele voranzubringen.


So fand während des Empfangs auch ein Austausch mit Susanna Karawanski, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten unseres WIR!-Bündnisses Holz-21-regio statt.


Besonders inspirierend war zudem das Treffen mit sächsischen Regierungs- und Verwaltungsvertretern. Dabei wurden Pläne für eine Holz-21-regio-ähnliche Strukturinitiative im Westerzgebirge erörtert und eine künftig enge Zusammenarbeit mit dem Holzkompetenzzentrum Sachsen vereinbart. Letztere ermöglicht es unseren Mitgliedern nicht nur, von hervorragenden Weiterbildungsmöglichkeiten zu profitieren, sondern fördert auch unsere Forschungsaktivitäten und interdisziplinäre Zusammenarbeit über die Grenzen der Thüringer Waldregion hinaus.


 


Hier finden sie die Pressemitteilung der AGDW – Die Waldeigentümer: Grüne Woche: Waldeigentümer zeigen Bundeswaldgesetz die „rote Karte“ - AGDW – Die Waldeigentümer (waldeigentuemer.de)


16.01.2024
Holz-21-regio als Inspiration: Neue Wege für die Forst- und Holzwirtschaft im Westerzgebirge

Wirtschaft und Politik setzen die Weichen für die Zukunft der Forst- und Holzwirtschaft in der LEADER-Region Westerzgebirge.


Bei einem Fachgespräch zur weiteren Regionalisierung der Nutzung heimischer Holzressourcen im Westerzgebirge trafen sich am 16. Januar 2024 Vertreter der regionalen Wirtschaft und Politik mit den sächsischen Staatsministerien für Regionalentwicklung (SMR), vertreten durch Staatssekretärin Barbara Meyer, sowie für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) mit Minister Martin Dulig. Die Veranstaltung fand auf Einladung von Bürgermeister Uwe Staab im Rathaus Eibenstock statt und zielte darauf ab, die Region gezielt auf das Zukunftsthema "Wald & Holz" auszurichten.


Gemeinsam mit der IHK/HWK Chemnitz, den angrenzenden Gemeinden Johanngeorgenstadt und Stützengrün, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften Erzgebirge und Sachsen sowie Branchenexperten wurde die Bedeutung der reichen Holzvorräte des Westerzgebirges betont. Ein erster Planungsentwurf für das Projekt Holz-Campus, ein künftiges Holzkompetenzzentrum in Eibenstock, wurde ebenfalls vorgestellt.


Die besprochenen Herausforderungen sollen durch eine koordinierte Zusammenarbeit der Gemeinden angegangen werden, wobei der Fokus auf der Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten und Unternehmen liegt. Die sächsische Politik zeigt sich dabei äußerst unterstützungsbereit. Die Gespräche sollen in den kommenden Wochen mit konkreten Projekten und Handlungsfeldern fortgesetzt werden.


Eine Expertenstimme bei diesem Treffen war Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen, der unser WIR!-Bündnis Holz-21-regio vorstellte und die Strategie für eine holzbasierte Strukturentwicklung im Thüringer Wald erläuterte.


In der anschließenden Diskussion mit sächsischen Regierungs- und Verwaltungsvertretern wurden Pläne für eine Holz-21-regio-ähnliche Strukturinitiative im Westerzgebirge erörtert und eine künftig enge Zusammenarbeit von Holz-21-regio mit dem Holzbaukompetenzzentrum Sachsen vereinbart. Letztere ermöglicht es unseren Mitgliedern nicht nur, von hervorragenden Weiterbildungsmöglichkeiten zu profitieren, sondern fördert auch unsere Forschungsaktivitäten und interdisziplinäre Zusammenarbeit über die Grenzen der Thüringer Waldregion hinaus.


Generiert mit DALL-E


18.12.2023
Autor: Nils Fischer – Projektkoordinator CONTURA und Mitarbeiter FH Erfurt
CONTURA: Forstlicher Wegebau auf dem Weg in die Moderne

 


Im Forschungsprojekt CONTURA strebt die Fachhochschule Erfurt die Etablierung eines bundesweit einheitlichen Rahmens für die Bewirtschaftung von Waldwegen an. Hierzu wird ein Glossar für Wegebaubegriffe und ein Klassifizierungssystem für Waldwegezustände gemeinsam mit dem Arbeitsausschuss Walderschließung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik entwickelt. Ziel ist die Präsentation der wegebaulichen Grundlagen auf der KWF-Tagung 2024 gemeinsam mit dem zu entwickelnden System zur automatisierten Zustandserfassung von Waldwegen.


Zur KWF-Tagung 2024 in Schwarzenborn (19. - 22. Juni 2024) wird ein System zur automatisierten Zustandserfassung von Waldwegen präsentiert. Die Fachhochschule Erfurt entwickelt im Rahmen des Projektes CONTURA dieses System gemeinsam mit der Technischen Universität Ilmenau und Praxispartnern unter anderem aus Suhl mit dem Ziel eine effiziente, ressourcenschonende Bewirtschaftung der Waldwege zu ermöglichen.


Wesentliche Meilensteine des Projektes sind die Schaffung und Publikation eines Glossars und einer bundesweit gültigen Zustandsklassifikation. Da die Bewirtschaftung von Waldwegen, ebenso wie die Begrifflichkeiten des forstlichen Wegebaus zwischen den Bundesländern stark variieren, erarbeitet die Fachhochschule Erfurt mit Unterstützung des Arbeitsausschusses Walderschließung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF e.V.) ein Glossar. Darin werden bundesweit uniform Definitionen und Rahmenbedingungen geschaffen, die klare Kommunikation in einer einheitlichen Fachsprache erlauben und die Grundlage für eine länderübergreifende Anwendung von beispielsweise Wegemonitoring-Systemen bieten.


Neben dem Glossar soll im Zuge des Projektes CONTURA und dem Schwesterprojekt Intelliway ein bundesweit gültiges Klassifizierungssystem für Waldwegezustände etabliert werden. Dort fließen unter anderem die Erkenntnisse der Jahrestagung des Arbeitsausschusses Walderschließung ein, der im Herbst dieses Jahres in Doberlug-Kirchhain stattfand. Verschiedene Vertreter der forstlichen Wegebauabteilungen der einzelnen Bundesländer, sowie Abgesandte der Hochschulen Erfurt und Göttingen fanden sich zusammen, um sich bei den brandenburgischen Landesforsten über die langfristige Nutzung und Pflege von Waldwegen auszutauschen. Hierbei wurden Versuchswege mit verschiedenem Wegebaumaterial und einer Liegezeit von bis zu 20 Jahren begutachtet. Einstimmig wurde neben der Standortabhängigkeit und dem Relief die aufwendige, regelmäßige Pflege mit teils kostenintensiver Technik als entscheidender Faktor für den langfristigen Wegeerhalt herausgearbeitet. Alternative Antriebe für die Forst- und Wegebaumaschinen wären der nächste Schritt, eine vollständig nachhaltige Bewirtschaftung im Sinne der CO-Einsparung und Ressourceneffizienz zu gewährleisten.


14.12.2023
Autor: Konstantin Schneider, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Erfurt, Projekt: Aktive Regionalentwicklung
Wertschöpfungskette Hackschnitzel im Thüringer Wald – ein Soll-Ist Vergleich

 


Im Rahmen des "Kraft der ländlichen Region"-Projekts setzt sich das Bündnis Holz-21-regio für die Förderung nachhaltiger, energetischer Holznutzung im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald ein. Durch eine Wertschöpfungskettenanalyse am Beispiel von Hackschnitzeln wird die Notwendigkeit regionaler Verarbeitung und Aufwertung deutlich. Die Etablierung eines Biomassehofs wird angestrebt, um die lokale Wärmeplanung zu stärken, erneuerbare Energien zu nutzen und die Region wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger zu machen.


Hierfür liegt es nahe, die regionale Wertschöpfung durch eine Wertschöpfungskettenanalyse näher zu betrachten. Diese systematische Untersuchung von verknüpften Aktivitäten, angefangen von der Herstellung bis zum endgültigen Verbrauch eines Produkts, ermöglicht Einblicke in unterstützende und primäre Aktivitäten der gesamten Wertschöpfungskette (WSK). Dazu zählen beispielsweise Infrastruktur, Personalstrukturen und Technologieverfügbarkeit. Diese transparente Darstellung einer WSK erlaubt es, gezielte Fragen zu spezifischen Teilbereichen oder zur gesamten Prozesskette zu beantworten.



Am Beispiel der WSK Hackschnitzel werden die Vorteile einer solchen Analyse deutlich (siehe Abbildung). Am Beispiel der Thüringer Waldregion zeigt sich, die meisten im Wald erzeugten, frischen Hackschnitzel werden direkt von überregionalen Abnehmern abtransportiert und verwertet. Eine regionale Verarbeitung und Aufwertung fehlen fast vollständig. Gründe dafür sind eine wenig ausgeprägte Abnehmerstruktur und der Mangel an einem zentralen Aufarbeitungsort für Hackschnitzelsortimente.


Im Sinne der anstehenden kommunalen Wärmeplanung sollte sich dieser Sachverhalt jedoch wesentlich ändern, da Kommunen und Städte im Zugzwang stehen, die Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien umzusetzen. Die lokalen verfügbaren Potentiale an erneuerbaren Energien müssen daher verstärkt genutzt werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Nutzbarmachung ist die Etablierung eines regionalen Biomassehofs, der die Aufbereitung der Hackschnitzelsortimente ermöglicht. Hier können die Hackschnitzel im Freien oder in Lagerhallen getrocknet und anschließend durch eine sekundäre Brennstoffaufbereitung aufgewertet und gelagert werden. Das übergeordnete Ziel dabei ist die Reduzierung von Wasser- und Aschegehalt sowie verbrennungskritischer Inhaltsstoffe. Daraus können dann geforderte Normqualitäten bereitgestellt und verkauft werden. Durch das Dienstleistungsangebot zur Qualitätsverbesserung wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, sondern es leistet auch einen bedeutenden Beitrag zur Resilienzgestaltung der Region.


 


Der Fokus des Projektes "Kraft der ländlichen Region", bei dem das Bündnis Holz-21-regio als Netzwerkpartner involviert ist, liegt auf der Verfügbarkeit und Nutzung regional erzeugter Hackschnitzelsortimente aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald. Das Ziel besteht darin, die nachhaltige, energetische Holznutzung zu fördern und die Entwicklung regionaler Wertschöpfungskreisläufe voranzutreiben.


14.12.2023
Eisenach
Holz-21-regio unterstützt innovatives Vorhaben von Zimmermann Marko Hunstock zur Stärkung regionaler Holzwirtschaft

Während eines Vor-Ort-Besuchs, der sich um die Fortschritte und die besondere Bauweise bei der Aufstockung der Rettungswache 1 des DRK-Kreisverbandes Eisenach drehte, versammelten sich am Donnerstag Fachleute und Interessierte, darunter Vertreter:innen der Wirtschaftsförderung des Wartburgkreises, Architekt:innen und Vertreter:innen des DRK-Kreisverbands Eisenach und der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen sowie unseres Wir!-Bündnisses Holz-21-regio. Gemeinsam wurden die wichtigen Entwicklungen in der Holzbauweise diskutiert, die in Thüringen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Fokus des Zusammentreffens lag auf der nachhaltigen Holzbauweise, die sich durch die Verwendung von gewachstem Sichtholz im Versammlungsraum deutlich hervorhob.



Holz-21-regio freut sich im Sinne der Förderung der nachhaltigen Holzwirtschaft in Thüringen, die zukunftsorientierten Bemühungen des Zimmermanns Marko Hunstock zu unterstützen. Zimmerermeister Hunstock, bekannt für seine Expertise in der Planung, Verwendung und Restaurierung von Holzressourcen, plant eine erhebliche Erweiterung seines Unternehmens, um die lokale Holzverarbeitung zu intensivieren. Dies ist ein vorbildhafter unternehmerischer Schritt, der die regionale Wertschöpfung aus dem heimischen Rohstoff Holz wesentlich stärken wird.


Isabell Grinda, Mitarbeiterin im Innovationsmanagement von Holz-21-regio, nahm am Pressegespräch teil, um die Unterstützung des WIR!-Bündisses Holz-21-regio für das Projekt von Herrn Hunstock zu bekräftigen. „Wir sind beeindruckt von dem unternehmerischen Mut und der Vision von Herrn Hunstock“, so Isabell Grinda. „Seine Bestrebungen, Holz aus Thüringen stärker zu nutzen und auf nachhaltige Bauweisen zu setzen, sind ein leuchtendes Beispiel für die Potenziale unserer regionalen Ressourcen.“



Marko Hunstock plant, in der Nähe von Eisenach einen neuen Firmensitz zu errichten, der neben Produktionshalle und Schulungszentrum auch ein eigenes Sägewerk umfassen soll. Dieses Vorhaben entspricht genau der Philosophie von Holz-21-regio, die sich für eine intensivere Nutzung lokaler Holzressourcen und die Stärkung der regionaler Wertschöpfungsketten vom Wald bis in die Holzwirtschaft einsetzt. „Die Verarbeitung von Holz aus Thüringer Wäldern, insbesondere auch die Nutzung von Borkenkäferschadholz, ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern unterstützt auch die lokale Wirtschaft“, fügt Isabell Grinda hinzu.


Der Wartburgkreis und die gesamte Region können sich glücklich schätzen, Unternehmer wie Marko Hunstock in ihren Reihen zu haben. Sein Engagement und seine Pläne sind ein vorbildhafter Impuls für die Region. Holz-21-regio ist stolz darauf, Bündnismitglied Hunstock bei der Vernetzung mit relevanten Akteuren und der Bereitstellung fachlicher Beratung zur Seite zu stehen.



Die Presseberichterstattung zum Termin finden sie hier: Initiative kämpft für Verarbeitung von Holz aus heimischen Wäldern | Eisenach | Thüringer Allgemeine (thueringer-allgemeine.de)


11.12.2023
Autor: Hannes Löschke
Vorgestellt: Starterprojekt 3 „Modulare Holzbausysteme für serielle Produktion“

 


Modulare Bausysteme sind in besonderer Weise geeignet, die Vorfertigungspotenziale des Holzbaus auszunutzen. Das Startervorhaben 3 hat zum Ziel, die serielle Produktion von holzbasierten Systemelementen in der Region Thüringer Wald voranzutreiben. Den Partnern des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio werden Impulse für die strategische Ausrichtung und technologische Weiterentwicklung der lokalen Wertschöpfung gegeben.


Die Auswertung der Veröffentlichungen des Thüringer Landesamtes für Statistik zeigt, dass zwar in den letzten 5 Jahren eine Steigerung im Holzbau bei Wohngebäuden von 19,75 % auf 26,96 % zu verzeichnen ist, was sich jedoch im Bereich der dabei geschaffenen Wohnungen von 11,88 % auf 19,90 % nur in geringerem Volumen vollzogen hat. An dieser Stelle setzt eines der Startervorhaben des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio an.


Im Zentrum des Startervorhabens 3 steht die Analyse modularer Bausysteme für eine serielle Produktion von holzbasierten Systemelementen sowie deren Produktion und Anwendung in der Thüringer Waldregion. In der Evaluationsphase wurden die in der Region etablierten Produktionstechnologien untersucht und Potentiale zur weiteren Volumen- und Effizienzsteigerung identifiziert. In der Region sind größere Produktionskapazitäten für Brettschichtholz, Furnierschichtholz und MHM-Massivmauer vorhanden, jedoch grundsätzlich ausgelastet. Auf dieser Basis wurden Vorschläge für Holzbauweisen erarbeitet, die sich wirtschaftlich auch in kleineren Unternehmen umsetzen lassen.


Chancen für die Transformation werden vor allem in der Entwicklung einer hybriden, seriellen Technologie zur Herstellung von Massivholzelementen mit einer Strohkerndämmung in Rahmenbauweise gesehen. Der Ansatz greift die Vorteile einer vergleichsweise kleinformatigen Elementierung der Wandscheiben auf. Für die Fertigung können hocheffiziente Sonderpaletten-Nagelanlagen mit den modernen Wendemontagetischen des Rahmenholzbaus sowie vielfältiger CNC-Bearbeitungstechnik kombiniert werden.



Derzeit sind die Planung und Realisierung eines Realmodells in vollem Gange. Das Modell dient nicht nur der Erprobung der Technologie, sondern soll auch die verwendeten Baustoffe erfahrbar machen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Holz-21-regio-Innovationsbereich Zukunftsbaustoff Holz. Neben der marktüblichen Fichte wird ein Teil des Modells in Pappel gefertigt. Für die notwendige Wärmedämmung der Elemente sorgen eingeblasene Strohhäcksel.


Das untersuchte modulare Holzbausystem soll in der Zielregion seriell produziert werden können und damit den Holzbau am Standort nachhaltig attraktiver machen. Die standardisierten Wandelemente lassen sich zu verschiedenen Raummodulen fügen. Diese Module ermöglichen dann eine Vielzahl von Kombinationen, um unterschiedliche Raumgrundrisse zu erzeugen. Das System ist darüber hinaus so ausgelegt, dass sich die Wandelemente in einem abgestimmten Raster teilen oder nachträglich Öffnungen erstellen lassen. Damit wird es möglich, ein fertiges Gebäude auch während seiner Nutzungszeit den veränderten Anforderungen anzupassen. Durch den modularen Charakter ist es sogar denkbar, so erstellte Gebäude vollständig zu demontieren und die Module und Wandelemente flexibel neu zu kombinieren.



11.12.2023
Holz-21-regio begrüßt die Verlängerung der Kooperation für nachhaltige Stadtentwicklung in Suhl

Am Montag, dem 11. Dezember 2023, 14 Uhr, trafen sich Vertreter der Stadt Suhl, der LEG Thüringen und der FH Erfurt, um den sogenannte Letter of Intent (LOI) zu einem „Umsetzungsbasierten Realisierungskonzept Suhl 2022 bis 2040“ vom 29. September 2022 fortzuschreiben.


Yvonne Brandenburger, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Fachhochschule Erfurt, Oberbürgermeister André Knapp und Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen, Medienvertreter:innen und Vertreter:innen von Holz-21-regio treffen sich zur LOI-Unterzeichnung mit anschließendem Pressegespräch im Reallabor Suhl-Nord. Foto: Isabell Grinda, Holz-21-regio


In einem zukunftsweisenden Schritt haben die Stadt Suhl, die LEG Thüringen und die Fachhochschule Erfurt ihre Zusammenarbeit zur Neugestaltung des Standortes Suhl-Nord erneuert. Holz-21-regio begrüßt diese Entscheidung, die weitere Impulse für eine innovative und nachhaltige Entwicklung der Region basierend auf der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft setzt. (Mario Timmler, Presse / Öffentlichkeitsarbeit Stadt Suhl, Pressemitteilung Die Neugestaltung des Standorts Suhl-Nord geht weiter vom 11.12.2023


Im Rahmen der Erneuerung des Letter of Intent (LOI) bekräftigten die Partner ihr Engagement, Suhl-Nord in einen modellhaften, CO₂-neutralen und nachhaltigen Stadtteil umzuwandeln. Für Holz-21-regio, das von der FH Erfurt koordiniert wird, ist dieser Schritt ein bedeutendes Signal. Er unterstreicht die Bedeutung der Holzwirtschaft und der nachhaltigen Nutzung von Waldressourcen für die regionale Entwicklung.


Denn der Standort Suhl-Nord befindet sich in einem langfristigen Transformationsprozess. Ziel ist es, ihn umfassend umzugestalten: Das ehemalige Wohngebiet soll ein moderner Stadtteil werden, der modellhaft unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten und CO₂-neutral entwickelt wird. Vorgesehen ist künftig eine überwiegend gewerbliche Nutzung sowie eine synergetisch begleitende Nutzung als künftiger Bildungs- und Forschungsstandort für das Oberzentrum Südthüringen.


Wichtigste Partner in dem Bündnis, sind die Stadt Suhl, die Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft LEG und die Fachhochschule Erfurt. Ziel ist es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Politik stärker zu vernetzen. Dabei kommt der Stadt Suhl als Standort eine besondere Rolle zu.


Yvonne Brandenburger, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Fachhochschule Erfurt, Oberbürgermeister André Knapp und Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen, unterzeichnen den LOI im Reallabor Suhl-Nord. Foto: Isabell Grinda, Holz-21-regio


Holz-21-regio unterstreicht, dass in der Erneuerung des LOI eine Chance liegt, den Wald als Ressourcenpool und Innovationsmotor weiter in den Mittelpunkt der regionalen Entwicklung zu rücken ebenso wie die Notwendigkeit, die Wertschöpfungstiefe in der Thüringer Holzwirtschaft zu erhöhen und sieht in der Fortsetzung dieser Partnerschaft einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und prosperierenden Zukunft für Suhl und die Region.


„Diese Zusammenarbeit ist ein Paradebeispiel dafür, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Hand in Hand arbeiten können, um den dringend benötigten Strukturwandel in unserer Region aktiv zu gestalten“, kommentiert Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen. „Die Verlängerung des LOI unterstützt unser Engagement für die Entwicklung neuer, branchenübergreifender Konzepte entlang der Wertschöpfungskette Wald – Holz – Gesellschaft.“


Die Initiativen von FH Erfurt und Holz-21-regio, insbesondere im Bereich des experimentellen Holzbaus und der digitalen Fabrikation, wurden als Schlüsselkomponenten für die Umsetzung dieser Vision hervorgehoben. Bspw. die Arbeit im Bereich des seriellen Holzbaus und die Zusammenarbeit mit Architekturstudenten der FH Erfurt zeigen, wie Forschung und Praxis Hand in Hand gehen können, um nachhaltige und innovative Lösungen für die Thüringer Waldregion zu entwickeln.


Yvonne Brandenburger, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Fachhochschule Erfurt, Oberbürgermeister André Knapp und Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen, nach LOI-Unterzeichnung im Reallabor Suhl-Nord. Foto: Isabell Grinda, Holz-21-regio


 


Die Presseberichterstattung finden Sie hier: Stadtentwicklung: Neue Perspektiven für Suhl-Nord - Suhl/Zella-Mehlis - inSüdthüringen (insuedthueringen.de) 


Lesen Sie auch den gelungenen Sonderbeitrag zum CO2-neutralen Stadtteil Suhl-Nord und zur Rolle von Holz-21-regio bzw. der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft auf dem Fachdebattenportal meinungsbarometer.info


23.11.2023
WIR!-Bündnis Holz-21-regio auf Tagung "Waldarbeit im Wandel" – Ehrenkolloquium für Prof. Klaus Heil

Das WIR!-Bündnis Holz-21-regio beteiligte sich kürzlich an der Tagung "Waldarbeit im Wandel", welche am 23. November 2023 in Ilmenau stattfand. Diese Tagung, ein Ehrenkolloquium für den verstorbenen Prof. Klaus Heil, brachte Experten und Interessierte aus der Forstwirtschaft zusammen, um das Erbe und die Arbeit von Prof. Heil zu würdigen und aktuelle Innovationen in diesem Bereich zu diskutieren.


Prof. Klaus Heil, eine prägende Figur in der deutschen Forstwirtschaft, hinterließ ein tiefgreifendes Erbe durch seine Arbeit als Professor und seine Beteiligung in zahlreichen forstlichen Organisationen. Er durchlief mehrere Stationen, darunter als Einsatzleiter am Niedersächsischen Maschinenhof Misburg, Revierleiter und Lehrbeauftragter, bevor er zum Professor für Forstliche Arbeitslehre, Forsttechnik und Forstbenutzung an der Thüringer Fachhochschule für Forstwirtschaft in Schwarzburg berufen wurde. Prof. Heil engagierte sich auch nach seinem Ruhestand weiterhin intensiv im Bereich der Waldarbeit und -pflege und wurde für seine Verdienste vielfach geehrt.


Die Tagung zollte ihm Tribut, indem sie seine Beiträge zur Forstwirtschaft hervorhob und deren Fortführung durch aktuelle Entwicklungen und Forschungen beleuchtete. Geboten wurde ein vielseitiges Programm, gestaltet von Vertretern und Weggefährten ehemaliger Institutionen und Organisationen, in denen Prof. Heil Mitglied und prägend war, wie dem Bund deutscher Forstleute (BDF), der Fachhochschule Erfurt, dem Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik, der RAL Gütegemeinschaft Wald und Landschaftspflege sowie der ThüringenForst AöR.


Organisiert und geleitet wurde das Ereignis von Prof. Erik Findeisen, Sprecher des WIR!-Bündnisses. Er nutzte die Tagung, um wichtige Einblicke in den Strategieansatz von Holz-21-regio sowie in die aktuellen Forschungsprojekte des Bündnisses zu bieten, das sich für die Vernetzung von Akteuren aus den Bereichen Maschinenbau, Forst- und Holzwirtschaft sowie Sensortechnik, Optik und Digitalisierung stark macht. Ein Schwerpunkt von Holz-21-regio ist die Förderung und Initiierung von Forschung zur Weiterentwicklung der Forstwirtschaft und Waldarbeit. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft, Industrie und Verwaltung strebt das Bündnis danach, neue Technologien und Ansätze in der Forstwirtschaft zu entwickeln und einzusetzen. Dieser Ansatz spiegelt das Engagement des WIR!-Bündnisses wider, innovative Lösungen für die Herausforderungen der modernen Waldarbeit zu finden und umzusetzen.



Unterstützt wurde Prof. Findeisen von Isabell Grinda, Patrick Voigt und Nils Fischer (Projekt Contura), die sich während der Veranstaltung für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stellten. Sie boten Einblicke in ihre Arbeit und standen für Gespräche über mögliche Kooperationen und Forschungsprojekte bereit, um die Vernetzung im Bereich der Forstwirtschaft weiter zu fördern.


Die Tagung "Waldarbeit im Wandel" war nicht nur eine würdige Hommage an Prof. Klaus Heil und sein Lebenswerk, sondern auch ein bedeutender Schritt in der Förderung von Innovation und Forschung in der Waldarbeit, was ganz im Sinne des verstorbenen Professors war.



 


22.11.2023
Nächster Schritt für Südthüringen: Vertiefung der Kräftebündelung und Innovationskurs

Im Geiste der fortgesetzten Zusammenarbeit und des gemeinschaftlichen Engagements für die Entwicklung der Thüringer Waldregion fand am 22. November ein richtungweisendes Treffen der Stadtverwaltung Suhl, der kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Oberzentrum Südthüringen, dem Institut für angewandte Bauforschung (IAB) Weimar und dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio statt. Das Zusammentreffen im IAB markierte einen weiteren entscheidenden Schritt in der dynamischen Entwicklungsphase der Region Südthüringen.



Adriane Winkler, Patrick Voigt, Anne Schlegel, Prof. Erik Findeisen, Oberbürgermeister André Knapp, Dr. Ulrich Palzer, Isabell Grinda und Tina Gellert.


Das IAB als Inspirationsquelle: Modell für ein zukünftiges Innovationszentrum in Südthüringen


Dr. Ulrich Palzer, Direktor des IAB, gewährte Einblicke in die Struktur und Organisation des Instituts während einer Führung durch die Forschungs- und Versuchshallen. Die vorgestellten Projekte und die beeindruckenden Kapazitäten des IAB illustrierten eindrucksvoll, wie Forschung und wirtschaftliche Anforderungen erfolgreich miteinander verknüpft werden können.


Als wirtschaftsnahes Forschungsinstitut zeichnet sich das IAB durch seine enge Verbindung zur Industrie aus, was es zu einem wichtigen Akteur im Bereich der anwendungsorientierten Forschung macht. Dieser Ansatz, theoretisches Wissen direkt in die Praxis umzusetzen, positioniert das IAB als ideales Vorbild für die Thüringer Waldregion, insbesondere für die Entwicklung des ehemaligen Wohnstandortes „Suhl Nord“ zu einem Gewerbe- sowie innovativen Bildungs- und Forschungsstandort.


Das IAB dient seiner Region in mehrfacher Hinsicht: Einerseits als attraktiver Arbeitgeber, der gut ausgebildete Fachkräfte anzieht, welche in der Region ihre Familien gründen und von der ungewöhnlichen Praxis des Instituts profitieren, unbefristete Arbeitsverträge zu bieten. Dieses Vorgehen wirkt dem Abwandern, insbesondere junger Fachkräfte, entgegen. Andererseits fungiert das IAB als eine Art ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungsabteilung für die lokalen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), wodurch deren Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird.



Institutsdirektor Dr. Ulrich Palzer zeigt den Teilnehmenden einige vom Institut entwickelte Baustoffe.


Die Vision, ein modernes Forschungs- und Technologiezentrum zu errichten, könnte eine bedeutende Ergänzung zu den bestehenden Plänen der Stadt Suhl und des Umsetzungskonzepts der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen für den ehemaligen Wohnstandort „Suhl Nord“  darstellen. Ein solches Zentrum würde als Ergänzung zu den Innovations- und Bildungsstätten im Landkreis Schmalkalden-Meiningen nicht nur die Region stärken, sondern gemeinsam mit den Partnern auch neue Wege in Forschung und Entwicklung eröffnen.


Das WIR!-Bündnis Holz-21-regio, mit seinem Fokus auf die Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft ist prädestiniert eine Schlüsselrolle in der Gestaltung des Forschungsprofils des neuen Innovationszentrums zu spielen. Die Expertise und das Wissen des Bündnisses könnten entscheidend dazu beitragen, innovative und zukunftsorientierte Lösungen für die Herausforderungen der Region zu entwickeln.


Nicht nur für die Stadt Suhl, auch für die drei weiteren in der KAG Oberzentrum Südthüringen zusammengeschlossenen Städte – Oberhof, Schleusingen und Zella-Mehlis – kann sich dieses Vorhaben positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken“, sagt Anne Schlegel, Pressesprecherin der KAG Oberzentrum Südthüringen. „Es ist uns immer wieder wichtig zu betonen, dass das Vorhaben mit den Innovationsthemen der Region zusammengedacht wird. Eine starke Innovationsregion Südthüringen ist interessant für Unternehmen und Fachkräfte.“


Die Zusammenarbeit zwischen diesen unterschiedlichen Akteuren zeigt ein beeindruckendes Maß an Engagement und Weitsicht für die Zukunft Südthüringens. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Region bereit ist, neue Wege zu beschreiten und innovative Lösungen für ihre Entwicklung zu finden. Die beteiligten Gruppen sind entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam eine nachhaltige und blühende Zukunft für die Region zu gestalten.


 


16.11.2023
Autor: Nils Fischer – Projektkoordinator CONTURA und Mitarbeiter der FH Erfurt
3. Erfurter Tagung: „Schnellwachsende Baumarten – Status Quo und neue Entwicklungen“

Am 16. und 17.11.2023 trafen sich Wissenschaftler und Praktiker aus ganz Deutschland, um sich über neueste Entwicklungen im Bereich von Kurzumtriebsplantagen und Agroforstsystemen zu informieren. Vielseitige und zukunftsweisende Vorträge gaben am ersten Tag einen umfangreichen Einblick in aktuelle Themen der alternativen Landnutzungsformen, bevor am zweiten Tag Exkursionspunkte in Ostthüringen besichtigt wurden.


Nachdem die Umstände der Pandemie einen zweijährigen Turnus der Tagung schnellwachsende Baumarten an der Fachhochschule Erfurt verhinderten, konnte in diesem Jahr die 3. Erfurter Tagung: „Schnellwachsende Baumarten – Status Quo und neue Entwicklungen“ am 16. und 17. November an der Fachhochschule Erfurt stattfinden. Nach einer Einführung durch den Organisator Prof. Dr. Dirk Landgraf (FH Erfurt) hieß Peter Ritschel, Präsident des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, die Teilnehmenden willkommen.


Impulse für den fachlichen Teil der Veranstaltung gab die Key-Note von Frau Dr. Susanne Iost vom Thünen Institut für Waldwirtschaft in Hamburg zum Thema „Aufkommen und Verwendung von Holz - Perspektiven für Biomasse aus Kurzumtriebsplantagen und Agroforstsystemen“. Insbesondere die hier vorgestellten Stoffströme verdeutlichten das Rohstoffpotenzial im Privatwald und die bereits effiziente Nutzung des Rohstoffes Holz.


Ein Vortrag zu Umweltwirkungen des Anbaus schnellwachsender Baumarten in Agroforstsystemen von Dr. Christian Böhm (BTU Cottbus) zeigte anhand verschiedener Versuche, dass sich sowohl die Erträge von Holz als auch Feldfrüchten gegenüber klassischer Nutzungsfomen teilweise erheblich steigern lassen. Ein Thema, was im Laufe der kommenden Jahre durch die steigende Flächenkonkurrenz durchaus an Bedeutung gewinnen kann.


Weitere Vorträge von europaweit agierenden Praktikern brachten alle Teilnehmenden auf den aktuellen Stand zum Anbau schnellwachsender Baumarten in unterschiedlichen Landnutzungssystemen. Forschungsbedarf besteht bei der Erntetechnologie, wo auf kleiner Fläche große Massen Schwachholz anfallen, die für eine stoffliche Nutzung ohne Zerkleinerung gebündelt und von der Fläche transportiert werden müssen. Am Folgetag konnten sich die Teilnehmenden in Porstendorf vom Wuchspotential verschiedener Pappelsorten überzeugen. Im Bioenergiedorf Schlöben stand die Verwertung von Holz zur regionalen Energieerzeugung im Mittelpunkt des Interesses.


20.10.2023
Vorgestellt: Starterprojekt 2 „Basistechnologieevaluation“

Holz-21-regio Innovationsbereich: Klimaresilienter Waldumbau


Projektstatus: Bewilligt


beantragte Projektsumme: 340.000,00€


Laufzeit: 01.10.2022 bis 31.01.2024


 


Zielstellung:


Das Startervorhaben 2 dient der vor allem der Vorbereitung und Informationsgewinnung für nachfolgende Projekte und Forschungsvorhaben des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio. Dabei sollen verschiedene Technologien untersucht und vorhandene Systeme im Hinblick auf die Nutzung in der forstlichen Umgebung getestet und evaluiert werden.


Für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel sollen hier insbesondere die Aspekte „klimaresilienter Waldumbau“ und „Automatisierung in der Forstwirtschaft“ im Mittelpunkt stehen.


 


Dazu soll durch die Kombination verschiedenster Sensortypen ein umfassendes Profil über Wachstum und Gesundheit erstellt werden. Zum einen sollen hierfür Wetterdaten, die für die Gesundheit der Pflanzen relevant sind, wie Niederschlag, Temperatur, Bodenfeuchte und Sonneneinstrahlung erhoben werden. Andererseits werden Bilder der Pflanzen sowohl im sichtbaren als auch im nicht sichtbaren Bereich des Lichts, wie Infrarot, aufgenommen, aus denen ebenfalls Rückschlüsse über deren Gesundheit gezogen werden können.



In Kombination mit der bereits auf der Fläche installierten Wetterstation, welche in Echtzeit mit hyperlokalen Wetterdaten wie Lufttemperatur, Niederschlag, oder Bodenfeuchte versorgt, verspricht sich das Projektteam hieraus kritische Grenzen für gesundheitserhaltende Maßnahmen zu definieren.



Für die Expansion der Analyse zu den großflächigen Arealen des Thüringer Waldes wird zudem die Tauglichkeit von Schreitrobotik untersucht. Diese kann die auswertende Sensorik autonom von Pflanze zu Pflanze bewegen ohne dabei den Waldboden zu schädigen. Zudem wird die Erweiterung des Einsatzes um Maßnahmen zur Pflanzenpflege and Neubepflanzung untersucht.




 


Die Ausarbeitung des Projekts erfolgt durch das Fachgebiet „Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung“ der TU Ilmenau.


 


 


19.10.2023 bis 21.10.2023
Gleichgesinnte auf der Tagung “Wälder ohne Grenzen” in Sofia

Tagung “Wälder ohne Grenzen” anlässlich 95 Jahre Forest Research Institute of the Bulgarian Academy of Sciences vom 19. bis 21.10.2023 in Sofia


Anlässlich des 95-jährigen Bestehens des Forstlichen Forschungsinstitutes der Akademie der Wissenschaften Bulgariens fand vom 19. – 21.10.2023 in Sofia eine wissenschaftliche Tagung unter dem Titel „Wälder ohne Grenzen“ statt.


Die dem WIR!-Bündnis „Holz-21-regio“ zugrunde liegenden Ideen der innovationsgetriebenen Strukturentwicklung im ländlichen Raum auf der Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz, vorgetragen durch den Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen, fanden bei den Tagungsteilnehmern sowie bei Gesprächen mit dem Rektor und Dekanen der Forsttechnischen Universität Sofia großes Interesse.


Ähnlich wie in Thüringen werden seit den politischen Veränderungen in den 90er Jahren die wirtschaftlichen und klimaschutzrelevanten Potentiale der Wertschöpfungsketten auf Basis der Forst- und Holzwirtschaft nicht umfassend genutzt. Diesbezügliche Verbesserungen sind hoch willkommen und eine Zusammenarbeit mit den Bündnismitgliedern in Thüringen wird gewünscht. Informationen zum Institut und zu den Inhalten der Tagung sind unter folgendem Link erhältlich:


https://fri.bas.bg/en/




 


18.10.2023
Autor: Prof. Erik Findeisen, Bündnissprecher Holz-21-regio
Holz-21-regio beim 18. Waldsymposium der AGDW

 


Am 18. Oktober 2023 fand das 18. Waldsymposium der AGDW (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände) in Berlin statt, bei dem auch das WIR!-Bündnis "Holz-21-regio" aktiv teilnahm. Unter dem Titel "Sicherung von Wald und Ökosystemleistungen in der Transformation" wurde die zukünftige Entwicklung von Wald und Forstwirtschaft angesichts des Klimawandels intensiv erörtert.


Die Auswirkungen des Klimawandels, von Stürmen über Dürre bis hin zu Borkenkäfern und Waldbränden, haben bereits mehr als 600.000 Hektar Schadfläche und über 250 Mio. Kubikmeter Schadholz verursacht. Diese Herausforderungen erfordern nicht nur die Bewältigung von Schäden, sondern auch die Schaffung klimastabiler Waldökosysteme mit multifunktionaler Wirkung für die Gesellschaft. Dies stellt Waldbesitzer, Forstbetriebe und die Wissenschaft vor immense Aufgaben, die nur durch gemeinschaftliches, wissensbasiertes und global verantwortliches Handeln bewältigt werden können.


Besonderes Augenmerk wurde auf die umfassende Rolle des Waldes im Klimaschutz gelegt, einschließlich der Erzeugung langlebiger Holzprodukte und der Substitution anderer Materialien. Die Veranstaltung bot nicht nur informative Vorträge, sondern auch lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmern.


Weitere Informationen und Einblicke in die Diskussionen finden Sie unter folgendem Link:

AGDW-Waldsymposium am 18. Oktober 2023 - AGDW – Die Waldeigentümer (waldeigentuemer.de)


12.10.2023
Bauwende nachhaltig gestalten: Impressionen vom 3. Thüringer Holzbautag

Mit großem Erfolg ging der 3. Thüringer Holzbautag zu Ende und setzte ein starkes Zeichen für die Zukunft des modernen Holzbaus in Thüringen. Die Veranstaltung, von der Fachhochschule Erfurt ausgerichtet und unterstützt durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie den Landesbeirat Wald & Holz Thüringen e. V., übertraf alle Erwartungen und markierte einen entscheidenden Meilenstein für die Förderung des Holzbaus in der Region.


Die Teilnehmerzahl, mit insgesamt 150 Teilnehmenden nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahr, verdeutlichte eindrucksvoll das wachsende Interesse an der nachhaltigen Bauweise mit Holz. Inspirierende Vorträge prägten den Tag und setzten den Rahmen für zukünftige Entwicklungen im Holzbau. Die Holzbauaktivitäten des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie die Holzbauinitiative der Bundesregierung bildeten dabei thematische Schwerpunkte.



Besondere Aufmerksamkeit erregten die visionären Ziele zweier neuer Akteure der Fachhochschule Erfurt: Markus Lager, Professor für interdisziplinären Holzbau und Frank Bauer, Professor für Digitale Fabrikation. Sie präsentierten ihre Ideen für die zukünftige Lehre und Forschung im Holzbau, die zweifelsohne den Weg für innovative Entwicklungen ebnen werden.


Ein weiteres Highlight war die Vorstellung des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio, das die Potenziale und Perspektiven einer regionalen, nachhaltigen Holznutzung aus dem Thüringer Wald aufzeigte. Konkrete Bauprojekte wie die Andreas-Gärten in Erfurt und das forstliche Bildungszentrum Gehren unterstrichen die Vielfalt und Praktikabilität des modernen Holzbaus in Thüringen.



Innovative Entwicklungen für die Konstruktion von hochtragfähigen, weitgespannten Geschossdecken sowie die effiziente Montage von Wandelementen mittels digitaler Fabrikationsmethoden wurden ebenfalls präsentiert. Die Teilnehmenden zeigten sich begeistert von der Qualität der Vorträge und nutzten die Veranstaltung intensiv zum Netzwerken.


Ein begeisterter Teilnehmer brachte es auf den Punkt: "Der Thüringer Holzbautag hat mir nicht nur wertvolles Fachwissen vermittelt, sondern auch die Gelegenheit gegeben, mich mit Expert:innen und Gleichgesinnten zu vernetzen."



Die Veranstaltung endete mit dem klaren Ziel, den Thüringer Holzbautag als Plattform für Wissensvermittlung und Netzwerken weiter zu etablieren. Holz wird, in Kombination mit anderen nachwachsenden Rohstoffen, eine Schlüsselposition in der Bauwende einnehmen – sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Der 4. Thüringer Holzbautag ist bereits für Oktober 2024 fest eingeplant und wir dürfen gespannt sein, welche neuen Impulse er für die Holzbauentwicklung in Thüringen setzen wird.













 


Fotos: Grit Gröbel, Hochschulkommunikation Fachhochschule Erfurt


10.10.2023
Klimagerechtes Bauen mit Holz: Holz-21-regio „im Dialog“ zur Holzbauinitiative der Bundesregierung

Unter dem Motto „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ trafen sich hochrangige Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Bauwesen in Berlin, um die Zukunft des Holzbaus in Deutschland zu gestalten. Die Veranstaltungsreihe, initiiert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), hatte einen klaren Fokus: die Umsetzung der Holzbauinitiative der Bundesregierung.


Musterbeispiel für modernen Holzbau: die Berliner Vertretung des Landes NRW. Hier erlebten knapp 200 Teilnehmer die „Charta im Dialog“ zur Holzbauinitiative live; rund 130 weitere verfolgten die Veranstaltung per Livestream. Foto: BMEL


Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir betonte in seiner Rede die entscheidende Rolle des Holzbaus im Kampf gegen die Klimakrise. "Bauen mit Holz ist die beste Wahl, um das Klima zu schützen. Die Holzbauinitiative der Bundesregierung ist dabei ein wichtiger Baustein."


Die Holzbauinitiative zielt darauf ab, bis 2030 die Holzbauquote im Hoch- und Ingenieurbau zu erhöhen und faire Wettbewerbsbedingungen für den Einsatz von Holz im Bausektor zu schaffen. Aktuell liegt die Holzbauquote bei Mehrfamilienhäusern und Nichtwohngebäuden lediglich bei zwei bzw. vier Prozent, während jedes vierte Ein- bis Zweifamilienhaus aus Holz besteht.


Herausforderungen und Lösungsansätze im Fokus der Diskussion


Die Veranstaltung versammelte über 300 Teilnehmer:innen vor Ort und online aus verschiedenen Sektoren. In vier Workshops wurden Hemmnisse und Lösungsansätze für den Holzbau diskutiert. Dabei standen Themen wie der Ausbau von Studiengängen für den Holzbau, die Weiterentwicklung von Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie die Anpassung gesetzlicher Normen und Vorschriften im Mittelpunkt.


Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung warnte vor den Konsequenzen: "Wenn wir das Siedlungswesen nicht in den Griff bekommen, werden wir alle Klimaziele verfehlen." Andrea Gebhardt, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, und Dr. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer, nannten mangelndes Holzbauwissen und einen erhöhten Investitionsbedarf als Ursachen für die niedrige Holzbauquote beim öffentlichen Bauen.



Holz-21-regio als aktiver Teilnehmer


Auch Holz-21-regio war aktiv in die Diskussion eingebunden. Unser Innovationsmanagement nahm an der Veranstaltung und den Workshops teil, um sich zu vernetzen und Impulse für die regionale Holzbauentwicklung in Thüringen aufzunehmen.


Die breite Zustimmung zur Holzbauinitiative und das Engagement der Akteure auf der Veranstaltung setzen ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Holzbaus in Deutschland. Das Bewusstsein für die Bedeutung von Holz als nachhaltigem Baustoff wird geschärft, und die Weichen für eine klimagerechte Bauweise werden gestellt.


Mit diesem Austausch und der klaren Agenda der Holzbauinitiative zeigt sich, dass eine erfolgreiche Umsetzung nur im gemeinsamen Wirken aller Beteiligten möglich ist. Die kommenden Jahre versprechen eine verstärkte Integration von Holz im Bauwesen und setzen damit ein nachhaltiges Zeichen für den Klimaschutz.



Hintergrund: Die Holzbauinitiative der Bundesregierung benennt acht Handlungsfelder, um das Bauen mit heimischem Holz und weiteren nachwachsenden Rohstoffen zu fördern und nachhaltig zu etablieren:



  1. Der Bund als Vorbild und Vorreiter im klima- und ressourceneffizienten Bauen

  2. Stärkung von Forschung, Innovation, Modell- und Demonstrationsvorhaben

  3. Ausbau von Bildung, Information, Beratung, Wissenstransfer und Fachkräftesicherung

  4. Schaffung von Anreizen für ein klimafreundliches Bauen mit Holz, anderen nachwachsenden Rohstoffen sowie mit anderen nachhaltigen Bauweisen

  5. Unterstützung des kreislaufgerechten und ressourceneffizienten Bauens

  6. Sicherung nachhaltiger Rohstoffversorgung und Wertschöpfungsketten

  7. Weiterentwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen, Regelungen und Entscheidungsgrundlagen hinsichtlich Klimarelevanz und auf Grundlage einer sektorübergreifenden Treibhausgasbilanzierung

  8. Datenerfassung, -haltung und Monitoring im Handlungsfeld Bauen und Wohnen insbesondere zur Evaluierung klimarelevanter Effekte


Holz-21-regio wird weiterhin an solchen Dialogen teilnehmen, um die regionalen Aspekte des Holzbaus zu stärken und nachhaltiges Bauen in Thüringen voranzutreiben.


05.10.2023
Autor: Konstantin Schneider, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Erfurt, Projekt: Aktive Regionalentwicklung
Forst- und Holzwirtschaftliche Horizonterweiterung: Eine Fachexkursion entlang der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft

 


Eine Exkursion in die Welt der Forst- und Holzwirtschaft: Wie eine Fachexkursion entlang der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft auch im Interesse des Bündnisses Holz-21-regio durchgeführt wurde. Von nachhaltigen Campus-Strukturen bis zur neuesten Forsttechnik – diese Reise erweiterte Horizonte und schuf Raum für zukünftige Partnerschaften und innovative Ideen.


Atrium Schülerwohnheim Kuchl


Foto: Konstantin Schneider


 


Eine außergewöhnliche Reise eröffnete den Studierenden der Fachrichtung Forstwirtschaft an der Fachhochschule Erfurt vom 21. bis zum 29. September 2023 faszinierende Einblicke in die Welt der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft. Unter der Leitung von Prof. Findeisen, Prof. Dr. Landgraf sowie den wissenschaftlichen Mitarbeitern Sascha Lummitsch vom Kompetenzzentrum Holz und Konstantin Schneider vom Projekt "Region gestalten" wurde die Exkursion zu einer horizonterweiternden Erfahrung.


Der Schwerpunkt der Reise lag auf intensiven Gesprächen und Begegnungen mit Akteuren aus den Bereichen Holzverarbeitung, Holzbau, Forstwirtschaft und Umweltwissenschaften. Ziel war es, die aktuellen Anforderungen und Entwicklungen in Forschung, Lehre und Wirtschaft zu erkunden und potenzielle Kooperationen zwischen der Fachhochschule Erfurt und dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio zu initiieren.


 


Besuch Holztechnikum Kuchl; E. Findeisen (l), H. Rechner (2vl), S. Lummitsch (2vr), K. Schneider (r)


Foto: Prof. Erik Findeisen


Gemeinsam hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, beeindruckende Orte zu erkunden. Dazu gehörte der Besuch der Fachhochschule Salzburg am nachhaltigen Wissenscampus Kuchl, wo laufende Forschungsarbeiten im Projekt Twin2sim zum Thema der Bauteilaktivierung und dem Bau angepasster Holzbaumodule näher betrachtet wurden. Die Führung durch die Forschungs-, Lehr- und Technikgebäude, geleitet von H. Huber, ermöglichte einen tiefen Einblick in innovative Ansätze der Holzforschung. Ebenso beeindruckend war die Führung durch das Schülerwohnheim der Landesberufsschule Kuchl, geleitet von H. Rechner, dem Geschäftsführer. Dieses Gebäude, das in Holzmodulbauweise errichtet wurde, veranschaulichte eindrucksvoll die vielfältigen Möglichkeiten moderner Holzbauweisen und deren praktische Umsetzung.


Innenansicht Schülerwohnheim Kuchl


Foto: Konstantin Schneider
Außenansicht Schülerwohnheim Kuchl


Foto: Konstatin Schneider


Weitere Höhepunkt der Exkursion waren der Besuch bei den Österreichischen Bundesforsten sowie eine mehrtägige Reise der Studierenden zur renommierten Forstuniversität in Sopron, Ungarn. Hier standen Workshops und Tagesexkursionen im Zeichen der Plantagen- und Agroforstwirtschaft sowie des Ökosystemmanagements auf dem Programm.


Einen runden Abschluss bot der Besuch der Forstmesse AUSTROFOMA, wo modernste Forsttechnik in Aktion präsentiert wurde. Diese einzigartige Gelegenheit bot nicht nur fachliche Erkenntnisse, sondern auch wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten mit Experten und potenziellen zukünftigen Partnern im Bündnis.


Foto: Simon Schalke
Besuch AUSTROFOMA mit Mind Consult & Research GmbH; W. Schrittwieser(l), M. Besnard(2vl), E. Findeisen (2vr), K. Schneider


Foto: Prof. Erik Findeisen


Retrospektiv eröffnete die Fachexkursion neue Perspektiven und stärkte die Grundlagen für zukünftige Forschungsprojekte und Kooperationen im Bereich der Holz- und Forstwirtschaft.




28.09.2023
Autor: Sascha Lummitsch - Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement & Nachhaltigkeit
Der 3. Thüringer Holzbautag am 12.10.2023

Foto: Werner Grosse, Holzbausystem für nachhaltigen Rohbau - TRIQBRIQ


Das Kompetenzzentrum für Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit der Fachhochschule Erfurt führt den diesjährigen 3. Thüringer Holzbautag durch und bietet allen Interessierten ein umfangreiches Programm.


Der Thüringer Holzbautag jährt sich am 12. Oktober 2023 zum 3. Mal. Dieses wichtige Ereignis bietet für Thüringen die Gelegenheit, gemeinsam einen Blick auf den Status Quo und die anstehenden Veränderungen im Bauwesen zu werfen. Die Veranstaltung steht unter dem Leitmotiv "Aus der Praxis – In die Praxis" und verspricht spannende Diskussionen sowie Einblicke in die Zukunft des modernen Holzbaus.


Es erwartet alle Teilnehmenden ein inspirierendes Programm mit spannenden Vorträgen ausgewählter Thüringer und überregionaler Akteure. Auch das WIR!-Bündnis Holz-21-regio wird sich an einer erfolgreichen Durchführung beteiligen. 

Die Teilnehmenden haben darüber hinaus die Gelegenheit zum Austausch in der Fachausstellung mit Fachleuten aus lokalen Handwerksbetrieben, Holzverarbeitern und Holztechnikern.


Erleben Sie den Innovationsgeist des modernen Holzbaus als zukunftsfähiger Strukturmotor! 


Unterstützt wird die Veranstaltung durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und den Landesbeirat Wald & Holz Thüringen e.V. 


Die Veranstaltung wird mit 7 Fortbildungspunkten als Weiterbildung der Architektenkammer Thüringen und mit 7 Weiterbildungsstunden der Ingenieurkammer Thüringen anerkannt.


Das Kompetenzzentrum für Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit in Person von Frau Prof. in Dr.-Ing. Antje Simon und Herrn Sascha Lummitsch freut sich darauf, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Wie jede Initiative gewinnt auch der diesjährige 3. Thüringer Holzbautag durch Ihre Teilnahme und Ihre Ideen besonders an Wert.


Hier geht's zur Anmeldung.


23.09.2023
Autor: Sascha Lummitsch - Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement & Nachhaltigkeit
Die optische Biomassevermessung von Schwachhölzern – Das Thüringer „OBioM“-Projekt

 



 


Die Fachhochschule Erfurt hat zusammen mit der Technischen Universität Ilmenau und vier mittelständischen Unternehmen aus Thüringen einen Demonstrator für die Ermittlung von Biomasse schwacher Hölzer während des Fällprozesses entwickelt.


Das Verbundprojekt „OBioM“ hat sich in der 28-monatigen Projektlaufzeit (10.11.2020 – 31.03.2023) mit einem wissenschaftlich und gesellschaftlich höchst aktuellen Thema beschäftigt. Aus technischer Sicht wird die Entwicklung eines Messsystems zur Bestimmung des Volumens von Schwachholz als multifunktionale Erweiterung für Harvester -, Fäll- und Fällsammelaggregate durchgeführt.


Gemeinsam mit den Verbundpartnern aus Thüringen wird ein Messystem zur Volumenbestimmung von Schwachholz bei Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen entwickelt. Diese technische Umsetzung mit optischer Unterstützung stellt ein Novum in der Branche der Forsttechnik dar und setzt einen Maßstab für kommende Aufgabenfelder in Bezug auf die Ernte von Schwachhölzern (vor allem Laubhölzer auf Kalamitätsflächen).

Die Pflege der Bestände und die erste Durchforstungsstufe gehen mit einer Entnahme von vorrangig Sukzessionshölzern (Birke, Weide, Pappel etc.) einher, die bisher nicht weiter stofflich verwendet werden. Die Biomasse wird gehackt und als Energieholz genutzt.



Per 21.06.2023 hat die Bundesregierung Deutschlands eine Holzbau-Initiative ausgerufen. Bis 2030 sollen vorrangig Gebäude mit nachwachsenden Rohstoffen und vor allem aus Holz gebaut werden, um die EU-Klimaziele zu erreichen. Die Forschung der stofflichen Verwendung von Laubhölzern (auch schwachen Dimensionen) für den Holzbau steckt noch in den Kinderschuhen. An diesem Hebel greift das Verbundprojekt OBioM an und liefert die Datengrundlage für die geerntet Biomasse, die bisher nur nach Gewicht erfasst wird, aber nicht nach dem Volumen des Holzkörpers und der Biomasse.


Wie es für Harvestersysteme bereits Stand der Technik ist, den geernteten Stamm hinsichtlich seines Volumens vollständig und exakt zu vermessen, wird dieses Verfahren durch das OBioM Messsystem auch für schwächere Stämme möglich. Harvester oder Kranvollernter sind Holzerntemaschinen, die Bäume fällen, entasten, ablängen und die Sortimente am Gassenrand ablegen. Dabei unterscheidet man in drei Harvester-Stärkeklassen: Kleinharvester, Mittelklasse-Harvester und Großharvester. Die optimalen Stammdurchmesser bewegen sich dabei von 15 cm bis 65 cm. Bäume mit geringerem Durchmesser fallen dementsprechend nicht in den Arbeits- und Einsatzbereich aufgrund der technischen Anforderungen.

Die Fällsammelaggregate für die schwächeren Durchmesser (7-15cm) werden häufig an den Ausleger von Baggern oder Landmaschinen angebracht. Das OBioM-System kann nachträglich an das Fahrzeug angebracht werden und stellt die erweiterten Funktionen zur Verfügung.



 


Der Anspruch während der Projektlaufzeit ist die Forschung – und Entwicklung der Hardware auf Demonstratorlevel (TRL 5 – Versuchsaufbau in Einsatzumgebung). Den industriellen Verbundpartnern obliegt die Überführung in ein marktfähiges Produkt.


Es werden weiterhin Partner aus Thüringen, aber auch überregional gesucht, die im Sondermaschinenbau, in der Optik und Elektronik beheimatet sind, um den Demonstrator weiterzuentwickeln.


 


Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.


16.09.2023
Holz-21-regio beteiligt sich am 5. Thüringer Waldgipfel auf dem Ettersberg bei Weimar

Die Fachhochschule Erfurt inklusive des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit sowie das von der FHE koordinierte WIR! -Bündnis Holz-21-regio nahmen aktiv am 5. Thüringer Waldgipfel teil, der am 16. September 2023 im idyllischen Schlosspark Ettersburg bei Weimar stattfand.



(Rebecca Groninga, Patrick Voigt, Nils Fischer, Sascha Lummitsch, Raik Illmann (TU Ilmenau), v.r.n.l.)


Unter dem Motto "Gesunder Wald. Gesunde Menschen" versammelten sich rund 400 Teilnehmer aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen, um sowohl die Bedeutung der Wälder für die menschliche Gesundheit als auch den Gesundheitszustand der Wälder zu diskutieren. Der Waldgipfel war Teil der "Deutschen Waldtage", die vom 15. bis 17. September 2023 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranstaltet wurden.


 



 


Die „Thüringer Waldsprecher“ bilden ein Netzwerk aus 30 Institutionen der heimischen Forst- und Holzwirtschaft sowie waldbezogenen Organisationen und Verbänden. Die FH Erfurt mit ihrer Fachschaft Forst und das WIR!-Bündnis Holz-21-regio gehören zu diesem Netzwerk.


Auf dem Thüringer Waldgipfel weckten die Fachhochschule Erfurt und das WIR!-Bündnis Holz-21-regio großes Interesse. Als Aussteller präsentierten sie ihre laufenden Forschungsprojekte und Vision der Thüringer Waldregion als europäische Vorzeigeregion für nachhaltige, resiliente und regionale Wertschöpfungsketten basierend auf dem heimischen Rohstoff Holz. Die Kollegen der TU Ilmenau unterstützten das WIR!-Bündnis, indem sie dem Publikum den Roboterhund "Spot" von Boston Dynamics vorstellten. Zusätzlich präsentierten sie das gemeinsame Projekt "Contura", inklusive eines Pickups mit integriertem Sensor-/Kamerasystem zur Waldwegezustandserfassung.


Der Teilnahme am Thüringer Waldgipfel bot eine hervorragende Gelegenheit unsere ihre Arbeit und Visionen einem breiten Publikum näherzubringen und potenzielle Kooperationsmöglichkeiten zu erkunden. Die Veranstaltung unterstreicht die gemeinsamen Anstrengungen zur Förderung eines nachhaltigen und gesunden Waldes, der nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit der Menschen von entscheidender Bedeutung ist.


MDR Beitrag Waldgipfel.





15.09.2023
Besuch der IFSA an der Fachhochschule Erfurt

Besuch der IFSA an der Fachhochschule Erfurt


Im Rahmen ihres jährlichen International Forestry Students' Symposium (IFSS) besuchte die International Forestry Students Association e.V. (IFSA) die Fachhochschule Erfurt für zwei inspirierende Tage und veranstaltete einen zweitägigen Workshop auf dem grünen Campus der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst (LGF).



Foto: Tilmann Frank (IFSA)


Über die IFSA


IFSA ist ein globales Netzwerk von Forstwissenschaftsstudenten und repräsentiert mittlerweile rund 10.000 Studierende weltweit. Die Organisation zeichnet sich durch ihre Unabhängigkeit von politischen, religiösen oder kommerziellen Interessen aus und wird ausschließlich von Studierenden geleitet.


Gegründet im Jahr 1990 hat IFSA mittlerweile über 130 lokale Vertretungen in mehr als 60 Ländern etabliert und verfügt über eine beeindruckende globale Präsenz. IFSA kooperiert eng mit verschiedenen internationalen Organisationen, darunter UN-Agenturen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen. Die IFSA hat sich erfolgreich als Beobachter bei der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (MCPFE) etabliert und vertritt die Interessen der Jugend und Kinder beim Waldforum der Vereinten Nationen (UNFF). Darüber hinaus wurde der IFSA innerhalb der Vereinten Nationen der Status eines Sonderberaters verliehen.


 


 


 


Einblick in das WIR!-Bündnis Holz-21-regio


Das Rahmenprogramm der IFSA-Jahresvollversammlung thematisierte die aktuellen Herausforderungen des deutschen Waldes und seiner Bewirtschaftung. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf den Maßnahmen zur Schaffung eines klimaresilienten Waldes und der verstärkten Nutzung von Holz als Kohlenstoffsenke.


Das von der Fachhochschule Erfurt koordinierte WIR!-Bündnis Holz-21-regio widmet sich der Suche nach innovativen Lösungsansätzen in diesen Bereichen. Während des Besuchs der IFSA an der FHE präsentierte Patrick Voigt, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FHE und verantwortlich für die Strategieentwicklung im WIR!-Bündnis, das Bündnis vor rund 100 anwesenden IFSA-Studierenden. Die Präsentation beleuchtete die Möglichkeiten, wie regionale Wertschöpfungsketten auf der Grundlage von Holz zur Strukturentwicklung im ländlichen Raum beitragen können. Die vorgestellten Ideen stießen bei vielen Studierenden auf großes Interesse und führten zu anregenden Diskussionen. Dabei wurde intensiv diskutiert, wie regionale Wertschöpfungsketten, die auf Holz basieren, zur Strukturentwicklung im ländlichen Raum beitragen können. Die vorgestellten Ideen stießen auf großes Interesse und führten zu lebhaften Diskussionen.



Foto: Nils Fischer (FHE)


Der Besuch der IFSA an der Fachhochschule Erfurt war eine inspirierende Gelegenheit für den Austausch von Ideen und die Förderung der Zusammenarbeit in wichtigen Fragen der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft. Wir hoffen, dass diese Begegnung dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Bedeutung der gesamten Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft zu schärfen und neue Wege der Zusammenarbeit aufzuzeigen.


11.09.2023
Auftakt zur Kräftebündelung in Südthüringen

Am 11.09.23 fand ein Treffen zwischen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Oberzentrum Südthüringen und dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio statt.


Das Treffen im alten Rathaus Suhl diente dazu, sich gegenseitig kennenzulernen, Gemeinsamkeiten in den strategischen Zielen zu identifizieren und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu erkunden. Es wurde deutlich, dass sowohl das WIR-Bündnis Holz-21-regio als auch die KAG mit ihrem regionalen Entwicklungskonzept für ein Oberzentrum Südthüringen sehr ähnliche Ziele in Bezug auf die regionale Strukturentwicklung verfolgen.



(Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer IHK Südthüringen, Thomas Schulz, Bürgermeister Oberhof, Isabell Grinda, Richard Rossel, Bürgermeister Zella-Mehlis, André Knapp, Oberbürgermeister Suhl, Prof. Erik Findeisen, Patrick Voigt und Anne Schlegel, Kommunikationsverantwortliche der KAG, v.r.n.l)


Die KAG Oberzentrum Südthüringen: Eine Allianz für die Region


Die KAG ist ein Zusammenschluss der Städte Oberhof, Schleusingen, Suhl und Zella-Mehlis. Im Jahr 2018 haben sich die Kommunen entschlossen, ein Regionalentwicklungskonzept (REK) zu erstellen und sich damit für die Förderinitiative "Aktive Regionalentwicklung" beworben.


Die enge Verbindung zwischen den vier Städten zeigt sich in fließenden Grenzen, gemeinsamen Stärken und vor allem einem gemeinsamen Ziel: Die Wirtschaft in der Region zu halten, auszubauen und damit die Lebensqualität der Region zu gewährleisten. Daher haben sich die vier Städte gemeinsam auf den Weg gemacht, ein Zentrum zu schaffen, das langfristiges, gesundes Wachstum in allen Bereichen fördert und sichert.


Ihr Konzept zielt u. a. darauf ab, die regionale Wirtschaftsstruktur mit Hilfe einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung zu stärken und auszubauen. Die Umsetzung des REK wird zusätzlich bis 2023 mit 700.000 Euro Fördermitteln vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) sowie dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) unterstützt.


Die Bürgermeister der vier Städte sind sich einig, dass eine breite interkommunale Zusammenarbeit unerlässlich ist, um die Region Südthüringen zu stabilisieren. Wie Richard Rossel, Bürgermeister von Zella-Mehlis, betont: "Der Erfolg jedes Einzelnen in unserer Region ist der Erfolg aller."


Gemeinsame Ziele und Anknüpfungspunkte


Zwischen der Stadt Suhl und dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio gibt es bereits eine Zusammenarbeit im Rahmen der Kooperation zur Umsetzung des von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen entwickelten, umsetzungsorientierten Realisierungskonzepts 2022 bis 2040 für den Standort Suhl Nord.


Das künftige Oberzentrum Südthüringen hat ein Konzept zur künftigen Innovationsstrategie beauftragt. Ziel ist es, vorhandene Institutionen wie ein Technologiezentrum oder eine Hochschule in Schmalkalden zur Stärkung des Präzisiontechnologie-Standorts im Sinne einer Innovationsachse zu nutzen und darüber hinaus die Strategieansätze von Holz-21-regio sowie Chancen, die das Gebiet Suhl Nord bietet, einzubringen. Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen und Mitglied im Lenkungskreis des REK Oberzentrum Südthüringen, bot die Unterstützung der IHK Südthüringen an und empfahl die Vertiefung der Zusammenarbeit.


Beide Gruppen sind entschlossen, durch ihre Zusammenarbeit einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Region zu leisten und die Zukunft von Südthüringen zu gestalten. KAG-Vorsitzender Richard Rossel betont, dass diese Zusammenarbeit über das Oberzentrum hinaus bestehen muss. „Auch Unternehmer denken nicht in Kirchtürmen.“ Die Zusammenkunft markiert hierbei den Auftakt einer sinnvollen Kräftebündelung zur Entwicklung eines nachhaltigen und zukunftsorientierten Oberzentrums Südthüringen und dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio.



01.09.2023
Mitgliederversammlung von Holz-21-regio am 01. September 2023


 



Tagesordnung Mitgliederversammlung des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio 


Tag:               01.09.2023, ab 13:00 Uhr


Ort:               Oberrathaussaal, Altes Rathaus, Marktplatz 1, 98527 Suhl


Thema:          Innovation vor Ort


 






























TOP



Inhalt



 


Ab 12:00 Uhr



 


Ankommen, Anmeldung, Getränke und Mittagsimbiss



 


13:00 Uhr



 


Begrüßung

Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen und

Oberbürgermeister der Stadt Suhl André Knapp



 


TOP 1

 


13:10 – 13:30 Uhr



 


Aktuelles

Prof. Erik Findeisen


Wir geben Ihnen eine aktuelle Standortbestimmung, reflektieren unsere Ausgangslage und präsentieren Ihnen die jüngsten Ergebnisse sowie Neuigkeiten des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio. Erfahren Sie, was wir bereits erreicht haben und welche aktuellen Entwicklungen es gibt. 



 


TOP 2

 


13:30 – 14:00 Uhr


 



 


Blick nach vorn: unsere nächsten Schritte

Prof. Erik Findeisen und Patrick Voigt


Es erwartet Sie ein Überblick über die bevorstehenden Schritte unseres WIR!-Bündnisses, wie z.B. die sinnvolle Verwendung noch ungenutzter Fördermittel oder die Planung einer nachhaltigen Verstetigung von Holz-21-regio. Wir präsentieren Ihnen zudem die Resultate unseres Strategieentwicklungsprozesses, werfen einen Blick auf die Mitgliederentwicklung und beleuchten unsere Mitgliederservices.



 


14:00 – 14:30 Uhr 



 


Kaffeepause



 






















 


TOP 3

 


14:30 – 15:30 Uhr


 



 


Keynote:

Neuste Entwicklungen in der Bioökonomie in Deutschland, Europa und weltweit – Perspektiven für die Forstwirtschaft

Dr. Christian Patermann


Dr. Christian Patermann gilt als einer der Pioniere der Bioökonomie und hat maßgeblich zur Entwicklung und Strategie der Bioökonomie in der Europäischen Union beigetragen. Als Berater für zahlreiche öffentliche und private Unternehmen tätig, zählte er zu den Gründungsmitgliedern des ersten deutschen Bioökonomierats. Seine Expertise floss auch in Positionen bei der Europäischen Kommission ein, darunter als Direktor für Umwelt und Nachhaltigkeit sowie für Biotechnologien.


Quellen:


https://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Patermann


https://www.oecd.org/greengrowth/GGSD-2022-ChristianPATERMANN-Bio.pdf


https://www.biosc.de/christianpatermann


https://de.linkedin.com/in/christian-patermann-80599975


https://youtube.com/watch?v=b4ukZzcKJqs 



 


TOP 4


15:30 – 16:15 Uhr


 



 


Begegnungsräume


Zwei moderierte Workshops zur Vernetzung und Weiterentwicklung des Bündnisses



 


TOP 5


16:15 – 16:30 Uhr 



 


Zusammenfassung der Workshopergebnisse



 


Ab 16:30 Uhr



 


Networking und Ausklang der Veranstaltung 



 


18:00 Uhr Vortrag von Werner Große zum Thema „Innovativer Massivholzbau für einfaches Bauen mit regionalen Werkstoffen“, im Rahmen der Ausstellung „Zwei deutsche Architekturen 1949 – 1989“ 


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28.08.2023
Vernetzung als Schlüssel für regionale Wertschöpfung: Das Holz-21-regio Projekt AgiHolz

Wie kann der Thüringer Wald mehr von seiner Wertschöpfung in der Region lassen?


Im Rahmen des Holz-21-regio Bündnisses arbeiten innovative Projekte daran, die Potenziale des Thüringer Waldes zu nutzen und die regionale Wertschöpfung zu steigern. In unserem Artikel stellen wir Ihnen das wegweisende Holz-21-regio Projekt AgiHolz vor. Erfahren Sie, wie AgiHolz die Vernetzung entlang der Holzwertschöpfungskette als Schlüssel zur Förderung der regionalen Wirtschaft nutzen will und den Thüringer Wald dabei stärker in den Fokus rückt.


 


Das Ziel


Thüringens Wälder beliefern die deutsche und europäische Wirtschaft mit Holz, doch in Thüringen kommt wenig von der Holz-Wertschöpfung an. Dabei ginge es auch besser. Das Holz-21-regio-Projekt "AgiHolz" hat das klare Ziel, diese Situation grundlegend zu ändern.


 


Das Problem


Obwohl die Thüringer Wälder Holz für die deutsche und europäische Wirtschaft liefern, bleibt die regionale Wertschöpfung oft hinter den Erwartungen zurück. Die Forstbetriebe suchen heutzutage nicht mehr auf den regionalen Märkten nach Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte und verlagern damit die Wertschöpfung in andere Regionen. Zusätzlich verursacht der überregionale Transport von Holz einen erheblichen CO2-Ausstoß. Regionale Holzveredelungsbetriebe, wie z. B. Schreiner und Dachdecker, kaufen wiederrum das Holz nach der Bearbeitung außerhalb der Region zu hohen Preisen ein und verringern nicht nur erneut die Ertragssituation der Region, sondern erzwingen einen erneuten Transport des veredelten Holzes.


Besonders im Bauwesen liegt ein enormes Potential, mehr regionales Holz zu verwenden. Dies würde sowohl die regionale Wertschöpfung steigern, als auch erheblich zu einer besseren Klimabilanz der Gebäude beitragen.


 


Der Lösungsansatz


In einem ersten Schritt zielt AgiHolz darauf ab, die gesamten Stoffströme entlang der Holzwertschöpfungskette transparent zu machen. Das bedeutet, dass sämtliche Holzwarenströme sowie Aufarbeiter, Anbieter, Transporteure und Nachfrager von Holz in der Region genau erfasst und verfolgt werden. Diese Daten werden anonymisiert erfasst, um die Vertraulichkeit der teilnehmenden Unternehmen zu wahren.


Auf Grundlage dieser gewonnenen Transparenz wird ein Wertschöpfungsnetzwerk aufgebaut. Dieses Netzwerk hat das Ziel, die regionalen Akteure der Holz- und Forstwirtschaft kooperativ zu verbinden, ohne dass ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit gefährdet wird. Die Teilnahme an diesem Netzwerk ermöglicht den Akteuren höhere Wertschöpfungsanteile, verbesserte Planbarkeit, mehr Investitionssicherheit und eine erhöhte Versorgungssicherheit.



Die Herangehensweise, Wertschöpfungsketten transparent zu machen, ist nicht neu und hat ihren Ursprung im Logistik- und Supply-Chain-Management. Ein Projektpartner, die Firma Berghof, hat diesen Ansatz bereits erfolgreich auf die Wertschöpfungskette der Thüringer Werkzeugbauer angewendet. AgiHolz überträgt dieses bewährte Prinzip nun auf die Holzwertschöpfungskette, um eine nachhaltige Steigerung der regionalen Wertschöpfung zu erreichen.


 


Werden Sie Praxispartner von AgiHolz


Um dieses ehrgeizige Projekt erfolgreich umzusetzen, ist das Projektteam auf der Suche nach engagierten Praxispartnern aus der Thüringer Waldregion, speziell aus der Region rund um Königsee und das Schwarzatal. Gesucht werden Waldbesitzer, Forstämter, forstliche Dienstleister, Sägewerke, Rundholzspediteurer sowie sonstige Verwerter und Veredler und holzverarbeitende Bauunternehmen.


Ihre Beteiligung ist entscheidend, um praxisnahe Ergebnisse zu erzielen, gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln und in letzter Konsequenz wieder mehr Holz-Wertschöpfung in die Thüringer Waldregion zurückzuholen.


Wenden Sie sich bei Interesse einer Beteiligung oder wenn Sie mehr Informationen benötigen gerne an Herrn Maxim Reimche:


 



Maxim Reimche (M.Sc.),

Agile Produktion, Fakultät für Maschinenbau, Fachgebiet Fertigungstechnik

Technische Universität Ilmenau,

Telefon: +49 3677 69-3846

Mail:   maxim.reimche@tu-ilmenau.de

Web: www.tu-ilmenau.de/fertigungstechnik/


 


Das Projektteam



Die TU Ilmenau, Fachgebiet Fertigungstechnik übernimmt die Untersuchung der bestehenden Lieferketten sowie die Identifikation von Engpässen und kann dabei auf fundierte Erkenntnisse aus der Analyse von Wertschöpfungsketten in verschiedenen Branchen zurückgreifen. Ihr Know-how in der Produktions- und Logistikplanung ermöglicht die Modellierung eines effizienten regionalen Wertschöpfungsnetzwerks sowie die Entwicklung eines praktischen Leitfadens für dessen wirtschaftlichen Betrieb.


https://www.tu-ilmenau.de/fertigungstechnik/team/



Die Berghof Group GmbH aus Königsee(Th), mit umfangreicher Erfahrung im Bereich digitaler Zwillinge und digitaler Schatten, wird einen innovativen Softwareprototypen entwickeln, der auf den Analyse- und Simulationsergebnissen des Projekts basiert. Ihre bewährte Fähigkeit zur Implementierung fortschrittlicher digitaler Systeme wird dazu beitragen, die Vision eines starken regionalen Wertschöpfungsnetzwerks in der Forst- und Holzwirtschaft Realität werden zu lassen.


www.berghof-group.de


 


AgiHolz wird als Projekt im Holz-21-regio Innovationsfeld "Wertschöpfungskette Rohholz" gefördert und hat mit seinen Arbeiten zum 01.06.2023 begonnen.


25.08.2023
Autor: Nils Fischer – Projektkoordinator CONTURA und Mitarbeiter der FH Erfurt
Digitalisierung in der Walderschließung - Made in Thüringen

Das Projekt CONTURA vereint als praxisbezogenes Forschungsprojekt von FH Erfurt und TU Ilmenau effizientes Wegemonitoring und Kapitalerhaltung durch Verschneidung von Sensorik und KI am Zahn der Zeit.


Dass Forschung praxisnah und anwenderorientiert sein kann, zeigen die Technische Universität Ilmenau und die Fachhochschule Erfurt in ihrem gemeinsamen Forschungsprojekt CONTURA. Von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert, beschäftigt sich das Projekt mit der Entwicklung eines Systems zur automatisierten Zustandserfassung von Waldwegen.


 



Warum ein solches System von großer Bedeutung ist, zeigen die aktuellen Entwicklungen der Wälder im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Der Anfall großer Mengen Schadholz auf kleiner Fläche führt auf den unmittelbar anliegenden Wegen zu einem hohen Verkehrsaufkommen von Holz-LKW. Ist der Zustand der Wege vor dem Schadereignis bereits mäßig, kann der Weg derart beschädigt werden, dass nur eine Instandsetzung in Frage kommt, welche mit hohen Kosten (10 – 15 €/Laufmeter) und Materialaufwand verbunden ist. Ein sehr gut erhaltener Weg verschleißt bei gleicher Befahrung weniger und kann im Nachgang mit einer einfachen Wegepflege (max. 1€/lfm) wieder in seinen Ursprungszustand versetzt werden. Das präzise Monitoring des Weges auch im Hinblick auf vorausschauende Pflege zur Kosten- und Ressourcenersparnis ist Aufgabe des Projektes CONTURA.


Mit fünf Praxispartnern, unter anderem aus Suhl, sollen mit kostengünstiger Sensorik Waldwege detailliert vermessen werden. Scannen bisherige Systeme ausschließlich die Fahrbahn, erfolgt in CONTURA eine ganzheitliche Vermessung von Wegekörper, Lichtraumprofil und Gräben. Im Laufe der Weiterentwicklung dieses Systems können so Zusammenhänge zwischen den einzelnen Messbereichen erkannt werden. Herausforderungen sind dabei die kontinuierliche Georeferenzierung der vermessenen Strecken in vielseitigen Geländestrukturen wie dem Thüringer Wald, aber auch die Erkennung und Einordnung von Schadmerkmalen durch die KI sowie die Abstimmung der einzelnen Sensoren und Kameras aufeinander.


 



 


Aktuell sind die Grundlagenforschungen weitestgehend abgeschlossen. Ein Pick-Up als Demonstrator wurde mit einem Trägersystem ausgestattet, auf dem die verschiedenen Kameras, Sensoren, Systeme und Beleuchtungen montiert wurden. Die Kalibrierung dieser Hardware und anschließende erste Praxistests auf dem Gelände der TU sind noch in diesem Monat geplant.

Ziel des Projektes ist der Aufbau des Systems zu einem funktionsfähigen Prototyp, der den Waldweg ganzheitlich vermisst und einen digitalen Zwilling erstellt, von dem aus dann automatisiert Aussagen über Wegezustände getroffen werden. Dem nachgelagert können dann anhand der Technikauswahl und von benötigten Materialmengen Kostenkalkulationen in einem Tool durchgeführt werden.


Die Projektfertigstellung ist Ende März 2024 geplant. Zahlreiche Landesforstbetriebe haben bereits Interesse an der Nutzung des CONTURA-Systems bekundet.


 


Weitere Informationen zu CONTURA finden Sie hier:


FNR: Waldwege: Optisch basierte Zustandserfassung ermöglicht vorausschauende Kostenplanung


Projekte - Fachhochschule Erfurt (fh-erfurt.de)


 



15.08.2023
Autor: Konstantin Schneider, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Erfurt, Projekt: Aktive Regionalentwicklung
„Kraft der ländlichen Region“ – Projektvorstellung

 


Das Bündnis Holz-21-regio begleitet als Netzwerkpartner das Projekt „Kraft der ländlichen Region“. Das durch den Ilm-Kreis getragene Vorhaben setzt sich mit der gesamten Prozesskette zur regionalen Erzeugung, dem Vertrieb und Nutzung von Holzhackschnitzeln als Energiequelle auseinander. Dabei liegt der Fokus auf der Region des UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald.


Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Förderung einer nachhaltigen Holznutzung in Form von Hackschnitzeln, welche durch die Nutzung von Waldrestholz und unverkäuflichen Holzsortimenten aus der Holzernte sowie der Landschaftspflege anfallen. Dabei werden ebenso naturschutztechnische Aspekte beachtet sowie das Holz nur von geeigneten Flächen, unter Berücksichtigung des Nährstoffgehalts und Schutzkategorien, durch angepasste Ernteverfahren genutzt.


Der aktuelle Arbeitsstand des Projekts beinhaltet die Qualitätsprüfung der von Thüringen Forst bereitgestellten Hackschnitzel gemäß DIN EN ISO 17225. Wesentliche Qualitätskriterien sind die Partikelfeuchte und Partikelgrößenverteilung. Der erhöhte Nadelanteil im Material beeinträchtigt die Qualität immens, weshalb kommende Untersuchungen Lösungen erörtern sollen. Hierbei spielen Prozessparameter wie Einzugsgeschwindigkeit beim Hackprozess, die gewählte Hackschnitzeltechnik, Siebungsprozesse und Trocknung eine bedeutende Rolle.


 


Akquise von Projektpartnern – Modellpartner zur Umsetzung einer Hackschnitzelheizanlage


Derzeit werden in dem Projekt „Kraft der ländlichen Region“ Gespräche mit den amtierenden Bürgermeister:innen der im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald befindlichen Kommunen geführt, um Modellpartner für die technische Realisierung einer innovativen Heizanlage zu gewinnen. Angesichts der wachsenden Herausforderungen durch Klimawandel, Energiewende, Versorgungsabhängigkeiten und sozioökonomischen Strukturwandel stellt die regionale Nutzung von Hackschnitzeln aus Waldrestholz und Landschaftspflegerückständen eine wichtige erneuerbare Energiequelle dar, die erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne wirkungsvoll ergänzen und den Einsatz fossiler Ressourcen vermindern kann.


Der Rohstoff Holz bietet vielfältige Vorteile, wie regionale Wertschöpfung, erschwingliche Rohstoffkosten und die Möglichkeit der lokalen Versorgung. Insbesondere sprechen wir Interessenten aus ländlichen Gebieten an, die ein Interesse an der Umsetzung eines mittelgroßen dezentralen Nahwärmenetzes (Mikronetz) oder an der Beheizung von Gewerbegebieten sowie unsanierten Gebäudekomplexen haben.


Die Verwendung von Holzhackschnitzeln birgt erhebliche Potenziale für Wärme- und Strombereitstellung. Dank fortschrittlicher Technologien können hohe Vorlauftemperaturen bei minimalen Emissionen erreicht werden, was die Notwendigkeit von Dämmungsmaßnahmen in vielen Fällen reduziert.


Sind Sie am Projekt interessiert? Dann werden Sie unser Partner und gestalten Sie gemeinsam mit uns eine nachhaltige Zukunft! Wir suchen Unternehmer und Eigentümer von kommunalen oder privaten Einrichtungen, die von einer Hackschnitzelbeheizung profitieren würden. Ihre Beteiligung kann einen signifikanten Beitrag zu umweltfreundlicher Energieerzeugung und regionaler Entwicklung leisten.

 


Kontakt:

Konstantin Schneider

Telefon: +49 361 6700 2353

E-Mail: konstantin.schneider@fh-erfurt.de


 



 


25.07.2023
Workshop + Wood Campus Suhl: Architektur-Studierende präsentieren innovative Gebäudeentwürfe für ein experimentelles Holzbau-Reallabor im Entwicklungsgebiet Suhl-Nord

In einer spannenden Kooperation zwischen der Fachhochschule Erfurt, der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen und der Stadt Suhl entstand das Projekt "Workshop + Wood Campus Suhl". Im Rahmen des laufenden Sommersemesters haben Studierende im Bachelor- und Masterstudiengang Architektur innovative Gebäudeentwürfe für ein experimentelles Holzbau-Reallabor im Entwicklungsgebiet Suhl-Nord entwickelt. Der Fokus lag dabei auf nachhaltigem Bauen, konstruktivem Entwerfen und digitaler Fabrikation mit Schwachholzquerschnitten.


Gruppenbild anlässlich der Ausstellung Master- und Bachelor Thesis Suhl mit den Architekturstudierenden, die ihre Projektergebnisse der interessierten Öffentlichkeit vorstellten: Vivienne Gladitz (Master, 3.v.l.), Henriette Hantel (Bachelor, 5.v.l.), Marie Otto (Master, 1.v.r.), Lisa-Marie Henk (Bachelor, 4.v.r.)


Foto: FH Erfurt, Grit Göbel


 


Am 25.07.2023 präsentierten die Studierenden ihre Ideen und Projektergebnisse der interessierten Öffentlichkeit in einer Ausstellung, zu der die Fachrichtung Architektur der FH Erfurt einlud. Unter den Gästen befand sich auch Adriane Winkler, Stabsstellenleiterin für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Stadt Suhl. Sie betonte die Bedeutung der Studierenden-Ideen für einen Wood Campus in Suhl-Nord, die den Strukturwandel im ländlichen Raum unterstützen und die Beziehungen zwischen Wald, Holz und Gesellschaft fördern.

Auch unser WIR!-Bündnis Holz-21-regio besuchte die Ausstellung und nahm die innovativen Entwürfe der Studierenden in Augenschein. Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen lobte die Arbeiten, die kreativen Lösungen für die Herausforderungen beim Einsatz von Schwachholz und insbesondere die Motivation der Studierenden, sich mit dem für sie ungewohnten Material sowie seine Besonderheiten auseinander zu setzen. Der Arbeitsprozess und die Ergebnisse der Studierenden zeigen auch, wie wichtig und fruchtbar die interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Zusammenarbeit ist, die in diesem Falle aus den Aktivitäten des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio heraus angestoßen wurde.


 


Marie Otto, Masterstudentin Architektur (Bildmitte) erklärt Konstruktion, Material und Formfindung „Hyparschale aus Schwachholz“. Links: Prof. Erik Findeisen, Dekan Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst; rechts: Isabell Grinda, Innovationsmanagerin WIR!-Bündnis Holz-21-regio.


Foto: FH Erfurt, Grit Göbel


 


Das Projekt Wood Campus ist Teil der gemeinsamen Kooperation zwischen der Fachhochschule Erfurt, der LEG Thüringen und der Stadt Suhl zur nachhaltigen Umgestaltung des einstigen Wohnareals Suhl-Nord. Die Vision ist die Entwicklung eines CO2-neutralen Stadtteils für Gewerbe und Forschung, mit einem Schwerpunkt auf Holzwirtschaft und Photovoltaik. Neben der Flächenentwicklung für Gewerbe soll der Standort auch zu einem Forschungscampus ausgebaut werden. Das gesamte Areal von Suhl-Nord umfasst rund 149 Hektar, wovon etwa ein Drittel für verschiedene Nutzungen vorgesehen ist – auch für Bildung, Soziales und spezielle Wohnangebote.


Das Projekt ist somit auch ein weiterer Schritt in der von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee geforderten Entwicklung eines Südthüringer Holzclusters.


Das Projekt „Workshop + Wood Campus Suhl“ zeigt das Engagement junger Architektur-Studierender für innovative und nachhaltige Lösungen im Holzbau. Es setzt ein wichtiges Zeichen für die zukünftige Entwicklung des Standorts Suhl-Nord und zeigt, wie Holz und selbst Schwachholz als Baumaterial der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen kann.


 


Eine Bachelorstudentin Architektur (rechts) erläutert Spezifikationen und Funktionen des industriell gefertigten Holzbau-Stecksystems "Woodbrick", das ohne Leim und Metallverbindungen auskommt. Links: Prof.in für Ingenieurholzbau Dr.-Ing. Antje Simon; Prof. für Entwurf und Baukonstruktionslehre Oliver Sachse (2.v.l.)


Foto: FH Erfurt, Grit Göbel


 


Quellen:


https://www.fh-erfurt.de/news/detailansicht/pilotprojekte-im-entwicklungsgebiet-suhl-nord

https://www.linkedin.com/posts/fachhochschule-erfurt_fherfurt-legth%C3%BCringen-suhl-activity-6981305002132668416-iWFe/?trk=public_profile_like_view&originalSubdomain=de


20.07.2023 bis 27.11.2023
Call: Aufruf zur Einreichung von Abstracts zur 11. Hardwood Conference 2024

11. Hardwood Conference 2024 vom 30. bis 31. Mai 2024 in Sopron, Ungarn


In Europa ist die Holznutzung in der Regel mit Nadelhölzern verbunden. Jedoch steigt aufgrund spezifischer Entwicklungen wie dem wachsenden Interesse an halbnatürlicher Waldbewirtschaftung, die auch Harthölzer begünstigt, dem Klimawandel usw. der Anteil der Laubbäume (im Allgemeinen als Harthölzer bezeichnet) im Waldbestand rapide an. Dieser Anteil liegt zwischen 25 und 50% der gesamten Waldfläche. Wir erkennen, dass das wachsende Holzangebot und das Potenzial der Hartholzerernte nicht mit der Nachfrage auf dem Markt übereinstimmen. Ein erheblicher Anteil der geernteten Harthölzer wird nicht optimal genutzt, sondern als Brennholz verwendet. Deshalb sind neue und verbesserte Wege für eine wettbewerbsfähige Hartholznutzung auf der Grundlage von Forschungsergebnissen erforderlich.


Die Universität Sopron, Wood K Plus Austria, die Georg August Universität Göttingen und FATE (Holzwissenschaftsverband Ungarn) freuen sich, den Call for Abstracts für die 11. Hardwood Conference bekannt zu geben.


Call for Abstracts: Das Organisationsteam der 11. Hardwood Conference freut sich über hochwertige Abstracts zu allen Themen im Zusammenhang mit Harthölzern. Die Konferenz umfasst Vorträge von Hauptrednern, technische und Posterpräsentationen zu verschiedenen Themen mit besonderem Schwerpunkt auf Harthölzern, einschließlich:



  • Hartholzressourcen und Bewertung

  • Forstmanagement von Harthölzern: Herausforderungen und Chancen

  • Eigenschaften von Hartholzstämmen, ihre Beeinflussung und Zusammenhänge zu Holzeigenschaften

  • Struktur und Eigenschaften von Hartholz

  • Plantagenholz

  • Regulierung des Holzhandels

  • Neue Aspekte der Hartholzverarbeitungskette

  • Trocknung, Modifikation & Funktionalisierung

  • Bearbeitung & Herstellung

  • Haltbarkeit, biologischer Abbau und Konservierung

  • Hartholz in Verbundwerkstoffen und Ingenieurmaterialien

  • Neue Ansätze für Hartholzprodukte

  • Produktgestaltung und Marketinginitiativen

  • Rolle und Platz von Harthölzern in der Kreislaufwirtschaft


Einreichung von Abstracts: Abstracts (max. 1 Seite) sollten bis zum 27. November 2023 per E-Mail an die örtlichen Organisatoren (hardwood@woodscience.hu) eingereicht werden. Falls das Abstract für eine Poster- oder Vortragspräsentation ausgewählt wird, wird ein vollständiges Paper angefordert (4 Seiten für Poster und 8 Seiten für Vortrag). Abstracts und vollständige Papers müssen im Microsoft Word-Format (.doc oder .docx) verfasst sein. Bitte verwenden Sie die untenstehende Vorlage. Abstracts werden nur zur Vorab-Bewertung der Einreichungen verwendet, es wird kein "Book of Abstracts" erstellt.


 


Originalaufruf:


Call for abstracts


The organizing committee of the 11th Hardwood Conference would be pleased to receive high quality abstracts on all subjects concerned with hardwoods. The conference will feature key-note speakers, technical and poster presentations on various topics with special emphasis on hardwoods, including:





    • Hardwood resources and assessment

    • Hardwood forest management: challenges and opportunities

    • Hardwood: stemwood characteristic, their manipulation and interrelation to wood properties

    • Hardwood structure and properties

    • Plantation wood

    • Regulation of Timber Trade

    • New aspects of the hardwood processing chain

    • Drying, modification & functionalization

    • Machining & Manufacturing

    • Durability, biodegradation and preservation

    • Hardwood in composites and engineered materials

    • New hardwood product approaches

    • Product design and marketing initiatives

    • Role and place of hardwoods in the circular economy




Submission of abstracts


Abstracts (1 page max.) should be submitted by email to the local organizers (hardwood@woodscience.hu) until 27 November 2023. In case the abstract is selected for a poster or an oral presentation, a full paper will be requested (4 pages for poster and 8 pages for oral presentation). Abstracts and full papers must be in Microsoft Word format (.doc or .docx ONLY). Please use the template below! Abstracts are only used for the pre-evaluation of submissions, NO “Book of abstracts” will be prepared.



Full-paper submission


Full-papers should be submitted by email to the local organizers (hardwood@woodscience.hu) until 18 March 2024.


In case the abstract is selected for a POSTER presentation, a full paper of maximum 4 pages long is requested.


In case the abstract is selected for an ORAL presentation, a full paper of maximum 8 pages long is requested.


Abstracts and full papers must be in Microsoft Word format (.doc or .docx ONLY). Please use the template below!


Conference proceedings will be submitted for evaluation in Web of Science database. Proceedings of 8-9-10th Hardwood Conferences are already accepted by the database.



Conference fees


Full price: 400 € (2 conference days)

Early bird: 300 € (2 conference days)

Students: 250 € (2 conference days)

Conference dinner for accompanying person: 50 €


Registration includes: conference attendance, lunches, dinner, conference proceedings.


Please note that, after payment no refund is possible!


Registration


Registration will open in September 2023.


Details will be announced later.


Important deadlines



  • 27 November 2023: Abstract Submission Deadline (max 1 page)

  • 30 January 2024: Indication on abstract acceptance

  • 18 March 2024: Full paper submission

  • 01 March 2024: Early bird registration


20.07.2023
Lenkungskreistreffen


Am 20. Juli 2023 fand ein Lenkungskreistreffen des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio statt. Die Mitglieder des Lenkungskreises kamen zusammen, um die aktuelle Entwicklung des Bündnisses zu besprechen und dessen Weiterentwicklung zu erörtern.


Im Fokus des Treffens stand die Diskussion von neu vorgeschlagener Skizzen, die als Grundlage für künftige Projekte dienen sollen. Die Lenkungskreismitglieder haben die Skizzen besprochen und sehen darin eine vielversprechende Möglichkeit, das Bündnis weiter voranzutreiben.



Mit dem gemeinsamen Ziel, Thüringen zu einem Vorreiter in der Nutzung von Holz als nachhaltiger Ressource für eine vielfältige Palette von Produkten und Anwendungen zu machen, arbeiten die Mitglieder des Lenkungskreises engagiert an der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Projekten im Bereich Forst und Holz.



v.r.n.l.: Dr. Markus Thielbeer, Prof. Dr. Gunther Notni, Karsten Pahnke, Isabell Grinda, Prof. Erik Findeisen, Steffen Berghof, Mario Lerch, Patrick Voigt


(alle Fotos: P. Voigt)


17.07.2023 bis 30.08.2023
Call: Aufruf zur Einreichung von Abstracts für die PLEA 2024 Konferenz: Nachhaltige Architektur und städtisches Design im Fokus

Als Partner der PLEA-Initiative möchten wir Sie auf die Möglichkeit aufmerksam machen, Abstracts für die 37. PLEA-Konferenz für nachhaltige Architektur und städtisches Design einzureichen. Die Konferenz bietet verschiedene Forschungsschwerpunkte, darunter "Nachhaltige Architektur und städtisches Design - gemeinsam für Klimaresilienz", "Architektur für menschliche Resilienz und Wohlbefinden" sowie "Gebäudesanierung und Anpassung für mehr Resilienz". Die Deadline für die Einreichung wurde bis zum 30. August 2023 verlängert.


Die PLEA 2024 Konferenz wird vom 25. bis 28. Juni 2024 in Wrocław, Polen, stattfinden und bietet neben Plenarsitzungen auch technische Sitzungen zu architektonischer Bildung und Bio-basierten Materialien. Ihr und unser Engagement ist wichtig, um das Verständnis für nachhaltige Architektur und städtisches Design zu fördern.


 


Originalaufruf:


PLEA 2024 (Re)thinking Resilience, WROCŁAW POLAND, 25-28 June 2nd Call for abstracts – Extended deadline until 30 August


We announce the 2nd call for abstracts for the 37th PLEA Conference for Sustainable Architecture and Urban Design and we invite you to submit your extended abstracts in the following research tracks:



  1. Sustainable Architecture and Urban Design – together for climate resilience

  2. Architecture for human resilience and well-being (including e.g., biophilic design, nature-based solutions, climate adaptation strategies for buildings and spaces)

  3. Analysis and methods for resilience and sustainability (e.g., new design and simulation tools, evaluation methods)

  4. Re-thinking resilience through renovations and adaptations of buildings and spaces (including cultural and natural heritage retrofitting, methods to improve performance of existing buildings and spaces)

  5. Building resilience with innovation and technology (e.g., innovative materials and sustainable technologies)

  6. Together we can – think, learn, teach and take the leadership (e.g., education and training, environmental activism)


 


In addition to the plenary and general sessions, the conference will also offer two Technical Sessions:



  1. Architectural education & urgency of climate action

  2. Bio-based materials and nature-based solutions


 


In response to multiple requests and taking into consideration the holiday season, we have extended the deadline for abstract submission until 30 August 2023. The reviewing process will start in the first days of September so we would like to kindly ask the members of PLEA 2024 Scientific Committee to save their time and be ready to provide reviews in 3-4 weeks from the abstract submission deadline. Due to the time limitations further extension of the abstract submission deadlines will not be possible. Nevertheless, we hope to receive valuable and important input form the researchers and practitioners from the whole world.


PLEA 2024 Conference Team would like to address this particularly warm invitation to the new PLEA Associates appointed a couple of weeks ago. Please join us during PLEA 2024 in Wrocław and help to increase understanding and promote the holistic vision of sustainable architecture and urban design.


We expect to receive your abstracts until 30 August 2023. The only acceptable format for this conference is the 2-page extended abstract that must be prepared in PLEA 2024 Template available on the Conference website: https://plea2024.pl . Remember that abstract submission must be made through the PLEA2024 event management system  https://plea2024.pl/conftool which can be easily accessed through the conference website.


It is important to keep in mind that by submitting an abstract authors agree that if their paper is selected, at least one of them will have to attend the PLEA 2024 Conference. The selected papers will be published in the book of proceedings which will be distributed during the Conference. This event has been planned as an on-site and on-line event. But if the process of overcoming the pandemic has yet not been completed by early 2024, it might turn into an online event. We hope it will not happen, but you will be notified in advance as soon as this can be determined.


Key dates:


24 Apr 2023    Call for abstracts opens (extended abstract in provided template required)


30 Jul 2023     First call for abstracts deadline


30 Aug 2023   Call for abstracts extended deadline,


01 Sep 2023    Scientific Committee evaluates received abstracts


1 Oct 2023      Early bird registration opens, Students’ design competition launch


15 Dec 2023    Long paper submission closes


15 Jan 2024    Students’ design competition closes


15 Feb 2024    Regular registration opens


15 Apr 2024    Regular registration closes;


30 May 2024   Detailed PLEA 2024 Conference Program published


25-28 Jun 2024           PLEA 2024 in Wrocław


 


 


For other key dates, please go to the conference website. If you have any questions regarding PLEA 2024 in Poland, please visit our website: 


https://plea2024.pl/ and/or contact us at  info@plea2024.pl


Location for Conference:


Wrocław, the green capital of Poland, Cultural Capital of Culture 2016, medieval city in the heart of Europe and the place where the European modernism created its masterpieces, would love to welcome PLEA 2024 delegates! Wrocław is easily accessible and has opinion of the most beautiful and hospitable academic city in Poland, with plenty of tourist attractions, still safe and not overcrowded. The conference will be host by Wroclaw University of Science and Technology who offered their modern, comfortable and centrally positioned Congress Centre. Other conference events will be organized in Museum of Architecture (Bernardine cloister) and in Centennial Hall (UNESCO Heritage List).


During the conference we will invite you to the series on-site visits, guided tours and additional events. More information will be available on the conference website PLEA 2024 and social media.


14.07.2023 bis 31.08.2023
Wir suchen Verstärkung für unser Team!

Die Fachhochschule Erfurt sucht zur Verstärkung des Teams der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst


zum nächstmöglichen Zeitpunkt


eine:n wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in (d/m/w) für das WIR!-Bündnis „Holz-21-regio“

(Vollzeit / befristet bis zum 31.12.2025).


Wir zählen zu den leistungsstarken Lehr- und Forschungseinrichtungen Thüringens. Die wissenschaftliche Ausbildung der rund 4.000 Studierenden in den Bereichen Mensch, Natur, Raum und Technik wird mit praktischen, fachübergreifenden Anwendungen verbunden. Daneben werden an unseren sechs Fakultäten interdisziplinäre Problemstellungen mit Wissenschafts- und Praxispartnern im In- und Ausland bearbeitet.


In dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprogramm „WIR! – Wandel durch Innovation“ in der Region koordiniert die FH Erfurt das WIR!-Bündnis „Holz-21-regio“ (www.holz-21-regio.de) und realisiert für dieses die Koordinierungsstelle. Ziel des Bündnisses ist die Unterstützung der innovationsbasierten Entwicklung der Thüringer Waldregion zu einer EU-Modellregion für Strukturwandel und Klimaschutz durch Vertiefung der Wertschöpfung auf Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz.


Welche Aufgaben warten auf Sie?



  • Koordination des Bündnisses zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Partner:innen

  • Ansprechperson für Firmen, Presse-, Verbundvorhaben-, Kooperationsanfragen

  • Akquise neuer Partner:innen aus der Region sowie Netzwerkausbau

  • Auswertung von Studien in Bezug auf die Etablierung der Innovationscluster

  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für den regionalen Holzbau

  • Monitoring des Bündnisses und Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen

  • fachlich-inhaltliche Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen

  • Entwicklung einer Kommunikationsstrategie

  • Erstellung von Zwischen- und Abschlussberichten

  • fachliche Anleitung der im Projekt beschäftigten Studierenden


Was bieten wir Ihnen?



  • eine moderne, praxisorientierte und familiäre Campus-Hochschule mit stark ausgeprägter fachlicher Vielfalt sowie eine interessante, abwechslungsreiche Tätigkeit mit der Möglichkeit, Veränderungsprozes-se in der Hochschule aktiv mitzugestalten

  • Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-L, sofern Sie die persönlichen Voraussetzungen erfüllen, sowie eine betriebliche Altersversorgung (VBL), vermögenswirksame Leistungen sowie zum Jahresende eine Sonderzahlung

  • familiengerechte, weitgehend flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur mobilen Arbeit mit entsprechender Ausstattung sowie sehr gute Wohn- und Freizeitbedingungen in Erfurt

  • die Möglichkeit zur Teilnahme an internen und externen Fortbildungsangeboten sowie Gesundheit und Sport im Rahmen eines modernen betrieblichen Gesundheitsmanagements

  • die Möglichkeit auf Teilzeitbeschäftigung nach Absprache


Was bringen Sie mit?



  • abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung im Bereich Forst- oder Holzwirtschaft, (Sonder)Maschinenbau oder Bioökonomie (Diplom oder Master)

  • Kenntnisse über und Erfahrung mit Produktionsverfahren auf Basis nachwachsender Rohstoffe

  • Kenntnisse in der Wertschöpfungskette Wald und Holz

  • Erfahrung im Projektmanagement sowie in der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen

  • sehr gute, verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift


Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, fachlicher Leistung und Befähigung bevorzugt eingestellt. Bitte fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen einen entsprechenden Nachweis bei.


Wir streben in allen Bereichen und Positionen den Abbau einer Unterrepräsentanz im Sinne des Thüringer Gleichstellungsgesetzes an und freuen uns daher besonders über Bewerbungen von Interessentinnen.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftige, schriftliche Bewerbung unter Angabe der oben genannten Kennziffer an bewerbung@fh-erfurt.de oder Fachhochschule Erfurt, Dezernat Personal und Recht, Postfach 45 01 55, 99051 Erfurt. Bitte lassen Sie uns Ihre Bewerbung bis zum 31.08.2023 zukommen.


Hinweis zum Datenschutz:


Wir verarbeiten die von Ihnen übermittelten personenbezogenen Daten nach § 27 ThürDSG. Vorstellungskosten können nicht erstattet werden. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in Kopie bei uns ein, da nach Abschluss des Auswahlverfahrens die Unterlagen nicht berücksichtigter Bewerber:innen von uns vernichtet werden. Bei gewünschter Rücksendung bitten wir um Beilage eines ausreichend frankierten Rückumschlags.


14.07.2023
Vorgestellt: Das Holz-21-regio Vorhaben BSP_Modular

Brettsperrholz ist ein Werkstoff, der aus verleimten Holzplatten besteht und oft als Rohstofffresser bezeichnet wird. Das von Holz-21-regio geförderte Forschungsvorhaben "BSP_Modular" hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Werkstoff weiterzuentwickeln und zu funktionalisieren, um ihn ressourceneffizienter herzustellen und konkurrenzfähiger zu machen. Das Konsortium besteht aus dem Architekturbüro Koop Architekten und Ingenieure aus Weimar, der Zimmerei Hendrik Walther aus Nauendorf und Forschern der HTWK Leipzig aus dem Bereich der Tragwerkslehre. Neben der Forschung ist BSP_Modular auch dabei, eine regionale Brettsperrholzproduktion in der Nähe von Neustadt an der Orla zu errichten und somit einen Strukturwandel basierend auf dem heimischen Werkstoff Holz voranzutreiben. Holz-21-regio freut sich sehr über den realen Strukturwandel durch den Aufbau der Brettsperrholzproduktion und begrüßt die gelebte Verbindung von Forschung und Praxis für einen nachhaltigen Strukturwandel in der Bündnisregion. Patrick Voigt, Strategieentwickler für die Holz-21-regio-Strategie, hat die Kollegen zu ihrem Projekt befragt.


Patrick Voigt: Hallo zusammen, vielleicht könnt ihr mich kurz abholen. Warum Brettsperrholz, warum modular?


Prof. Dr. Alexander Stahr:


Brettsperrholz, das muss man ganz klar sagen, ist im Holzbau eine Revolution. Wir haben Flächenelemente, wir haben ganz andere Fügemöglichkeiten und Prinzipien, homogenen Wandaufbau, wir können gleichzeitig Decken und Wände bauen und dabei die Präzision des Holzbaus erhalten. Hier steckt ein riesiges Potential drin, welches wir noch weiter ausschöpfen müssen – hierfür braucht es Forschung und Entwicklung! Wir brauchen Innovation, um aus dem Mainstream herauszukommen und mit einem anderen Angebot auch andere Preise erzielen zu können. Sonst wird es ein schwieriger Preiskampf gegen große, etablierte Anbieter. Dann sind die Transportkosten am Ende des Tages, nicht das ausschlaggebende Argument für den Anwender, sich für unser Holz zu entscheiden. Sonst lohnt sich am Ende des Tages – rein monetär, nicht klimatechnisch oder gesellschaftlich, nachhaltig gesehen – der Transport aus den weiten Transportentfernungen für den Endkunden, anstelle des regionalen Produkts. Die Innovation im Produkt hilft unserer neuen, regionalen Lieferkette mit der etablierten Lieferkette überhaupt in Konkurrenz treten zu können.



Das BSP_Modular Team: Hendrik Walther, Lars Christoph und Prof. Dr. ing. Alexander Stahr im Gespräch mit Sascha Lummitsch (v.l.n.r.). Foto: Grit Gröbel.


 


Patrick: Was ist eure persönliche Motivation hinter dem Projekt?


Hendrik Walther: Wir, also Lars als Architekt im Holzbaubereich und ich mit meiner Zimmerei, haben einen großen Kundenstamm, der auch Wert auf Autarkie legt. Ich denke, dass unsere zukünftige Bauherren-Generation immer mehr in Richtung Regionalität geht – Nachhaltigkeit spielt hierbei eine immer größere Rolle. Diesen Bedarf können und wollen wir decken. Uns stört, dass wir gerade im Massivholzbereich einen Großteil der Wertschöpfung nicht bei uns in Thüringen haben.


Lars Christoph: Wir machen viel mit Brettsperrholz (BSP), hierbei ärgert uns sehr, dass wir dieses teilweise aus 500 km Entfernung nach Thüringen „herankarren“ müssen und hier keine Wertschöpfung stattfindet. Und das, obwohl Thüringen ein waldreiches Bundesland ist, welches in dieser Frage leider eher wie ein Entwicklungsland wirkt. Dieses Problem wollten wir anpacken, und haben uns gefragt was wir tatsächlich tun könnten. Unsere Vision ist es, eine kleine Brettsperrholzproduktion in Thüringen zu organisieren, die gut mit den Waldbesitzern, Handwerkern und Anwendern vernetzt ist.


Prof. Dr. Alexander Stahr: Wenn wir es nicht schaffen, zeitnah den Hebel umzulegen – das Zeitfenster ist wirklich kurz, vielleicht eine Dekade – dann bekommen wir Probleme, unseren Wohlstand zu erhalten.


Hierfür sehe ich genau zwei Wege: erstens Verzicht, was ich sehr schwer sehe. Es geht meines Erachtens nach nicht am Thema Ressourceneffizienz vorbei. Das schließt einerseits vor allem kurze regionale Transportketten ein. Anderseits ist Brettsperrholz ein Ressourcenfresser und muss konzeptionell weiterentwickelt werden. Hier wollen wir mit BSP_Modular ansetzen. Bspw. indem wir in den Kernlagen, mit geringer Auslastung nur jedes zweite Brett einbauen und die Lücken mit Dämmung im Wandaufbau oder mit Splitt im Deckenaufbau (für den Trittschallschutz) füllen.


Bürobau, Schul- und Kitabau, Wohngebäude – es gibt eine riesige Palette von Bauaufgaben, wo wir mit Holz bauen können und wo wir Mauerwerk durch Holz substituieren könnten. Hier müssen wir rein, hier muss es unser Ziel sein, Vorreiter zu werden.


„Wir müssen in Thüringen nicht darüber nachdenken Abfälle oder Reststoffe in die Erde zu verfrachten und uns über die Folgen Gedanken machen. Sondern wir bauen einfach mit Holz. Das ist alles.“

Prof. Dr. Alexander Stahr im Interview mit Patrick Voigt


Patrick: Welche positiven Auswirkungen auf die Region erwartet ihr euch von eurem Projekt?


Prof. Dr. Alexander Stahr:


Hier möchte ich gerne einen Vergleich anbringen: Nehmen wir bspw. Österreich, ein bergreiches Land. Man kann jetzt aus zwei Blickwinkeln auf die Berge schauen. Einerseits kann man sie als hindernisreichen Haufen Steine sehen oder man kann die vielen Chancen erkennen – also für allein die mannigfaltigen Tourismusmöglichkeiten, Skifahren, Fahrradfahren und Klettersport, Genusswandern und und und … . Und ähnlich möchte ich gerne auf den Thüringer Wald blicken können. Nicht rein im touristischen Sinne, sondern bezogen auf die Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft. Der Thüringer Wald hat ein riesiges Potential, und ich würde mich freuen, wenn die Menschen im Thüringer Wald in der Perspektive dieses Potential sehen. Also dass sie in ihrer Heimat Arbeit finden können, dass ihr Wald verantworungsvoll bewirtschaftet wird und dass die von ihnen hergestellten Produkte bpsw. in der Stadt einen sinnvollen Nutzen stiften und einen riesen Beitrag zu sofort wirksamem Klimaschutz leisten. Wir müssen in Thüringen bspw. nicht darüber nachdenken, Abfälle oder Reststoffe in die Erde zu verfrachten, und uns über die Folgen Gedanken machen. Sondern wir bauen einfach mit Holz. Das ist alles.


Lars Christoph:


Aus unserer Sicht kann es die Leute auch stolz machen, hier zu leben, weil sie sehen, was für tolle Produkte hier aus heimischem Holz entstehen und welchen Beitrag diese Produkte leisten.


Alexander Stahr:


Jemand aus Wolfsburg kann sich bspw. schnell mit einem Golf identifizieren, wenn er bspw. in München einen Golf fahren sieht – er weiß dann genau – ah der ist bei uns in Wolfsburg gebaut worden. Unser Brettsperrholz wird nicht umherfahren, aber hat das Potential ganz entscheidende Veränderungen herbeizuführen. Bezahlbare, gesunde – wir können folienfrei bauen! – Wohnbedingungen.


Patrick: Inwiefern hat das WIR!-Bündnis Holz-21-regio euch beim Projekt unterstützt und dazu beigetragen, dass es ein Erfolg wird?


Hendrik Walther:


Für uns hat allein die Vernetzung mit den Hochschulen eine ganz andere Qualität gebracht. Hierdurch haben wir (also Lars und ich) eine ganz andere Bandbreite an Ideen erhalten und weiteren Input für technische Lösungen bekommen. Darüber hinaus erhoffen wir uns, dass wir durch eure Initiative insgesamt mehr politisches Gehör für Holzbau bekommen.


Lars Christoph:


Wie Alexander schon sagte – Wir können unser Produkt aus unserer Sicht nur gut am Markt platzieren, wenn wir da auch Innovationen dabeihaben. Innovative Forschung muss man sich leisten können, vor allem in so einem frühen Stadium, in dem wir uns mit dem Aufbau unserer Brettsperrholzfertigung befinden. Hier haben wir durch die finanzielle Förderung durch Holz-21-regio unglaubliche Unterstützung erfahren.


01.07.2023
Willkommen an Bord: Unsere neue Mitarbeiterin Isabell Grinda stellt sich vor

Liebe Bündnismitglieder,


ich freue mich sehr, mich Ihnen als neue Mitarbeiterin im Projektteam von "Holz-21-regio" vorzustellen. Mein Name ist Isabell Grinda und seit 1. Juli verstärke ich das Innovationsmanagement unseres Bündnisses.


Foto: Roman Möbius, Studio 17.


Dafür bringe ich umfangreiche Erfahrungen in der Gestaltung von Transformationsprozessen, der Organisationsentwicklung sowie in den Bereichen Regionalentwicklung, Kommunikation und Marketing mit und bin hochmotiviert, unsere gemeinsamen Ziele voranzutreiben.


Initial liegt mein Fokus dabei auf der Weiterentwicklung der Geschäfts- und Koordinierungsstelle, um die Zusammenarbeit und den Informationsfluss zwischen allen Bündnismitgliedern und Stakeholdern zu optimieren.


Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit wird die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie sein, um unsere Aktivitäten bestmöglich zu präsentieren und unser Partnermanagement sowie ein wirksames Marketing aufzubauen.


Gute Kommunikation ist meiner Überzeugung nach, das Fundament für den Erfolg jeden Projekts und ich freue mich darauf, mit Ihnen allen eng zusammenzuarbeiten.


Als Bewohnerin der Thüringer Wald Region bin ich nicht nur beruflich, sondern auch ganz persönlich motiviert, an der nachhaltigen Entwicklung unserer wunderschönen Region mitzuwirken. Als Teammitglied des Bündnisses "Holz-21-regio" möchte ich mit meinem täglichen Handeln spürbar dazu beitragen, den Nutzen für die Region und die Bündnismitglieder immer wieder zu steigern.


Ich bin davon überzeugt, dass wir durch unsere gemeinsamen Anstrengungen innovative Lösungen für die Bereiche Wald, Holz und Gesellschaft etablieren sowie nachhaltigen Strukturwandel vorantreiben können.


Ich bin sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und freue mich darauf, Sie in nächster Zeit persönlich kennenzulernen. Zögern Sie nicht, bei Fragen, Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen auf mich zuzukommen. Sie erreichen mich telefonisch unter +49 361 6700-2231 und via E-Mail Isabell.Grinda@fh-erfurt.de.


Mit herzlichen Grüßen


Isabell Grinda


 


 


 



Kofinanzierung durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft


Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Einzelvorhabens „Innovationsmanagement“. Im Zuge der im März 2023 unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung mit dem BMBF unterstützt das TMIL die personelle Umsetzung des Vorhabens. Dank dieser zusätzlichen Förderung des TMILs gelingt es, die Finanzierung des Personals sicherzustellen, welches Innovationsmanagementaufgaben übernimmt, das Bündnis während der Projektlaufzeit koordiniert sowie zur langfristigen Vernetzung und Etablierung beiträgt.


 


01.07.2023
Wir sind für Sie da: Eröffnung des Reallabors in Suhl Nord

Auf Anregung unseres Bündnisses "Holz-21-regio" wurde im Kontext der Vereinbarung zwischen der Stadt Suhl, der Fachhochschule Erfurt und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen über die gemeinsame Entwicklung von Suhl-Nord ein Reallabor in der Dörrenbachstr. 22a eingerichtet. Es ist zugleich der erste Schritt einer von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee geforderten Entwicklung eines Südthüringer Holzclusters.


 



 


Das Reallabor wurde im Juli 2023 eröffnet und dient u.a. als Kontaktbüro für Interessierte, Bündnismitglieder und Stakeholder. Es bietet die Möglichkeit, das Projektteam mit Terminvereinbarung persönlich zu treffen, Fragen zu stellen und Ideen auszutauschen. Es soll als Plattform für Vernetzung und Austausch dienen. Das Ziel ist es, Synergien zwischen den Bündnismitgliedern und über das Bündnis hinaus zu fördern und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Das Reallabor steht allen offen, die an der Zukunft der Thüringer Wald Region mitwirken möchten.


 



 


Das Reallabor soll helfen, gegenseitiges Lernen in experimentellem Umfeld zu organisieren und unterschiedliche Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Probleme zu erörtern sowie Lösungen zu erarbeiten und zu erproben.


Wir freuen uns darauf, Sie im Reallabor begrüßen zu dürfen! Kommen Sie vorbei, teilen Sie uns Ihre Anliegen mit und lassen Sie uns gemeinsam an der Zukunft unserer Thüringer Wald Region arbeiten.


Ihr Team von Holz-21-regio


 



Prof. Erik Findeisen, Sascha Lummitsch, Isabell Grinda, Konstantin Schneider (wiss. MA FHE), Nils Fischer (wiss. MA FHE)


Alle Fotos: P.Voigt.


 


30.06.2023
ECO-TIMBER Holzbautag 2023

Unser Bündnispartner ECO-Timber veranstaltet am 30.06.2023 ab 12 Uhr einen Holzbautag mit Vorträgen zu Skelettbau mit Buchenholz, Digitalisierung im Handwerk, Vorstellung von mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftsbauten in Holzbauweise uvm. Sie sind alle herzlich eingeladen.



 


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28.06.2023
Fachpolitischer Dialog zur Holzverwendung im Spannungsfeld von Klimaschutz und Nutzungsverzicht

Am vergangenen Mittwoch fand im Thüringer Landtag ein fachpolitischer Dialog zum Thema "Holzverwendung im Spannungsfeld von Klimaschutz und Nutzungsverzicht" statt. Der Landesbeirat Wald&Holz Thüringen lud zu dieser Veranstaltung ein, die von unserem Bündnis Holz-21-regio unterstützt wurde. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch unser Bündnissprecher und Vorstand im Landesbeirat Wald&Holz, Prof. Erik Findeisen, sowie weitere hochrangige Vertreter aus Politik, Forschung und Forstwirtschaft. Die hohe thematische Relevanz wurde von den rund 100 erschienenen Gästen unterstrichen.



Jan Hassan, Vorstandsvorsitzender des Landesbeirat Wald & Holz betonte in seiner Eröffnungsrede, dass eine schnelle Substitution energieintensiver Materialien wie Beton, Stahl und Kunststoffe durch ökologische, biobasierte Werkstoffe unerlässlich ist, um die angestrebte Treibhausgasneutralität zu erreichen. Er ergänzte, dass der Holzbau eine beispiellose Renaissance und erfährt sowie breite politische Unterstützung erhält.Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es jedoch Bestrebungen, die Nutzung der heimischen Wälder einzuschränken. Die steigenden Nutzungseinschränkungen in der Forstwirtschaft führen insbesondere im Bereich des Laubholzes zu einer kontinuierlichen Abnahme der Holzernte.


Es folgte ein eindrucksvoller Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Joachim Schellnhuber, welcher die Potentiale des Holzbaus zur Bekämpfung des Klimawandels aufzeigte. Er verdeutlichte, wie Holz als Schlüsselbaustoff Treibhausgasemissionen reduzieren und langfristig speichern kann. Schellnhuber betonte die Bedeutung organischer Rohstoffe wie Holz im Kampf gegen den Klimawandel und forderte dazu auf, den Gebäudesektor verstärkt in den Fokus zu nehmen. Dabei verwies er darauf, dass Städte durch den Einsatz von Holz im Bauwesen zu bedeutenden Kohlenstoffsenken werden könnten und appelierte "die Natur durch Nutzung vitaler zu machen". Ferner mahnte er, dass nur der Bausektor (verantwortlich für ca. 40 % der globalen Treibhausgasemissionen) vom "Klimasünder" zum "Klimahelden" werden könne.



Der Vortrag von Schellnhuber legte den Grundstein für eine anschließende Podiumsdiskussion, an der Ministerin Susanna Karawanskij (TMIL), Minister Wolfgang Tiefensee (TMWWDG), Minister Bernhard Stengele (TMUEN), ThüringenForst Vorstand Volker Gebhardt, Ralf Pollmeier (Geschäftsführer Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG) sowie Prof. Erik Findeisen (Fachhochschule Erfurt) teilnahmen (siehe Foto v.l.n.r).



In der Diskussion wurde deutlich, dass eine Vereinbarkeit von Naturschutz und Nutzung angestrebt werden muss. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Akteure stärker aufeinander zugehen und Kompromisse finden müssen. Die Wissenschaft kann hierbei unterstützen, indem sie die Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Nutzung und Schutz analysiert. Des Weiteren wurde die Notwendigkeit betont, den Jahresablauf in der Holzernte und -abfuhr genauer zu überdenken, um Kapazitätsspitzen zu entzerren und Entlastung zu schaffen.



(v.l.n.r: Dr. Denny Ohnesorge, Ministerin Susanna Karawanskij, Prof. Erik Findeisen, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Joachim Schellnhuber, Minister Wolfgang Tiefensee, Minister Bernhard Stengele, Ralf Pollmeier, Jan Hassan, Volker Gebhardt)


Anschließend wurde die Veranstaltung in lockerer Atmosphäre im Freibereich des Landtags bei einem Barbecue ausklingen lassen.



Das WIR!-Bündnis Holz-21-regio bedankt sich herzlich für diese spannende Veranstaltung und setzt sich weiterhin für die nachhaltige Holzverwendung in Thüringen ein. Der inspirierende Vortrag von Prof. Schellnhuber hat die Relevanz unseres Bündnisses und unsere Bestrebungen eindrucksvoll unterstrichen. Wir werden auch zukünftig daran arbeiten, Naturschutz und Nutzung in Einklang zu bringen und die Potentiale des Holzbaus für den Klimaschutz zu nutzen. Gemeinsam können wir einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region bei gleichsamer Bekämpfung des Klimawandels leisten. Die Kunst wird darin bestehen, belange des Artenschutzes und der Biodiversität mit der nachhaltigen Nutzung unserer Wälder in Einklang zu bringen.


(P.Voigt, alle Fotos P.Voigt)


12.06.2023
Kick Off des Projekts "AgiHolz" der Firma Berghof Group in Königsee

Am Freitag, dem 09.06.2023, hat unser Bündnispartner Berghof Group GmbH zum Startschuss des Projekts "AgiHolz" nach Königsee in den Thüringer Wald eingeladen. Inhalte der Rede unseres Bündnissprechers Prof. Erik Findeisen waren die Bedeutung unserer Ressource Holz in Thüringen, die herausragende Stellung der Firma Berghof und ihrer Angestellten im Holz-21-regio Verbund und der Anspruch, den der Verbund und die Gesellschaft an die Projektpartner stellt. Die sonst auf Softwarelösungen und Steuerung dynamischer Geschäftsprozesse spezialisierte Firma wagt einen mutigen Schritt in ein unbekanntes Geschäfts- und Forschungsfeld. Der persönliche Einsatz, als auch das Eigenkapital und die Ansprüche sind enorm. Holz-21-regio freut sich auf ein hoch motiviertes Team, ein zukünftiges Leuchtturmprojekt und die Realisierung, dass holzbasierte, regionale Wertschöpfung einen aktiven Baustein des Strukturwandels im Thüringer Wald ausmachen kann.


02.06.2023
Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft im wissenschaftlichen Diskurs

Am 2. Juni 2023 fand die Exkursion "Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft im Nettetal" statt, die sich mit den wichtigen Aspekten des Holzbaus und des Ressourcenschutzes auseinandersetzte. Teilnehmer aus verschiedenen Studiengängen der Fachrichtungen Forstwirtschaft, Architektur und Bauingenieurwesen (FHE), sowie die Holz-21-regio Vertreter Sascha Lummitsch und Prof. Erik Findeisen nahmen an der Veranstaltung teil.


Die erste Station der Exkursion war die Firma KIRITEC GmbH sowie die WeGrow AG in Tönisvorst. Dort hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Plantagen, die Pflanzenvermehrung, die Labors und die Holzverarbeitung der sehr schnell wachsenden Baumart „Kiri“ (Paulownia spec.- Blauglockenbaum) zu besichtigen. Die Firmen sind auf diesen Gebieten in Deutschland führend und boten den Teilnehmern wertvolle Einblicke in ihre Arbeitsprozesse.



Abb. 1: Die Gruppe der Studierenden mit Prof. Findeisen und Architekt Grosse im Gewächshaus der WeGrow AG


Nach der ersten Station ging es weiter zum experimentellen Holzbauprojekt "Blutbuche" in Nettetal am Niederrhein. Dieses Projekt verwendet das innovative Bausystem HEXAGON und ist fast ausschließlich aus Vollholz gebaut (Fichte und Kiri) und zeichnet sich durch ein Wohnkonzept mit Pflanzen aus. Das Gebäude strebt eine weitgehende Energie-Autarkie an und demonstriert die nachhaltige Nutzung von Holz in der urbanen Umgebung. Die Bauherinnen und der Architekt, Herr Werner Grosse, stellten die besonderen Herausforderungen dieses einzigartigen Projekts vor.



Abb. 2: Vorstellung innovativer Vollholzbausysteme durch Dipl.-Ing. Architekt Werner Grosse



Abb. 3: Projektvorstellung „Blutbuche“ – ein Wohnhaus bestehend aus dem HEXAGON-Vollholzsystem mit weitgehender Energie-Autarkie in Nettetal


Die letzte Station des Tages war die Sequoiafarm in Kaldenkirchen, bekannt für ihre Mammutbaum-Giganten. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, diese imposanten Bäume zu bestaunen und mehr über ihre Bedeutung im europäischen Ökosystem und der Forstwirtschaft zu lernen.



Abb. 4: Küstenmammuts in einem Arboretum – die höchsten lebenden Bäume der Welt


Insgesamt bot die Exkursion den Teilnehmern eine vielseitige und interessante Erfahrung. Sie konnten bedeutende Unternehmen und Projekte kennenlernen, die sich mit der nachhaltigen Nutzung von Wald und Holz in der Gesellschaft beschäftigen. Die Exkursion ermöglichte es den Teilnehmern, wichtige Aspekte der Wertschöpfungskette zu diskutieren und neue Erkenntnisse im Bereich der innovativen Holzverwendung und des Holzbaus zu gewinnen.


 


30.05.2023
Nachwachsende Rohstoffe im Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Naturschutz

Der SPD-Landesverband Thüringen hat am 30.05.2023 zu einer spannenden Veranstaltung eingeladen, bei der der Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Naturschutz im Fokus stand. Die Podiumsdiskussion des Wirtschaftsforums fand in den Räumlichkeiten der renommierten Thüringer Laubholzverarbeitungsfirma Pollmeier statt.


Das Wirtschaftsforum der SPD hat es sich zum Ziel gesetzt, eine offene Diskussion über die Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Naturschutz anzustoßen. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels ist es von entscheidender Bedeutung, Lösungen zu finden, die sowohl den Schutz der Umwelt als auch die wirtschaftlichen Interessen berücksichtigen.


Prof. Erik Findeisen, unser Bündnissprecher und Vertreter des Kompetenzzentrums Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit der Fachhochschule Erfurt, sowie Vorstandsmitglied des Landesbeirats Wald & Holz Thüringen e.V. hat mit seinem Impulsvortrag den Einstieg in die Diskussion mit politischen Vertretern, Verbandsmitgliedern und interessierten Bürgern geebnet.



Das Wirtschaftsforum bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen und in einen konstruktiven Austausch zu treten. Das Thema Holz kristallisiert sich dabei als zunehmender Schwerpunkt und wird auch die folgenden Veranstaltungen maßgeblich prägen.


22.05.2023 bis 24.05.2023
Holz-21-regio auf Jahreskonferenz des ERIAFF-Netzwerkes

Holz-21-regio wurde von der Vertretung des Freistaats Thüringen bei der Europäischen Union (TLVEU) dazu eingeladen, Thüringen und insbesondere Holz-21-regio als Best-Practice-Beispiel für regionale Strukturentwicklung auf Basis des Rohstoffes Holz bei der jährlichen ERIAFF-Konferenz vorzustellen.



(Foto: Freie Universität Bozen)


ERIAFF steht für European Regions for Innovation in Agriculture, Food and Forestry. Es handelt sich um ein europäisches Netzwerk von Regionen, das darauf abzielt, Innovationen in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft zu fördern. Die diesjährige ERIAFF-Konferenz fand vom 22.05. bis 24.05. in Bozen statt und lockte über 140 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Europa an.


Im Rahmen einer Session der Arbeitsgruppe "Forested Regions" stellten Sascha Lummitsch und Patrick Voigt auf der Konferenz die Strategieansätze und Projekte des von der FHE koordinierten Bündnisses Holz-21-regio vor. Dabei zeigten europäische Kollegen großes Interesse an den Strategieansätzen von Holz-21-regio sowie an internationalen Kooperationen im Rahmen europäischer Förderaufrufe. 


Eine solche Zusammenarbeit bietet hervorragende Möglichkeiten, Forschungsprojekte zu finanzieren und internationalen Austausch zu betreiben. Interessierte Leser sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden, um von diesen Chancen zu profitieren. Wenn Sie Interesse haben oder weitere Informationen benötigen, zögern Sie bitte nicht, sich bei uns zu melden. Wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit.



(Foto: P.Voigt)


Die Konferenz bot interessante Fach- und Podiumsdiskussionen, Workshops und Betriebsbesichtigungen zu grünen Innovationen und Strategien zur Klimaanpassung in der Land- und Forstwirtschaft. Die Region Südtirol steht ähnlichen Herausforderungen in der Forstwirtschaft gegenüber wie Thüringen und die Thüringer Waldregion. Gebirgiges Gelände und Fichtenbestände, die unter Trockenheit, Windwurf und Borkenkäfern leiden, sind nur einige der Probleme. Es war daher spannend, sich mit den Kollegen über deren Strategien und Projekte zur Lösung dieser Probleme auszutauschen.



(Foto: P.Voigt)



(Foto: P.Voigt)


Die gewonnenen Kontakte und Inspirationen werden in die weitere Arbeit im Bündnis Holz-21-regio aufgenommen.


(P. Voigt)


29.04.2023
Fachhochschule Erfurt und Holz-21-regio auf Markttagen in Suhl vertreten

Am vergangenen Wochenende waren die Fachhochschule Erfurt und das Bündnis Holz-21-regio auf dem Themenmarkt in Suhl vertreten. Der Markt stand unter dem Motto "Wir für hier - Regionales zuerst" und hatte das Ziel, die Bedeutung regionaler, nachhaltiger Wertschöpfungsketten zu betonen.


Das WIR!-Bündnis Holz-21-regio setzt sich für die Entwicklung einer Modellregion für regionale, nachhaltige und resiliente Wertschöpfungsketten auf Basis des heimischen Rohstoffs Holz in der Thüringer Waldregion ein. Auf dem Markt präsentierten Projektmitarbeiter Konstantin Schneider sowie Forst-Masterstudent Morten Husmann das Modellvorhaben "Resilienz durch regionale Ressourcennutzung", an dem auch die Fachhochschule Erfurt als Projektpartner beteiligt ist. Zudem stellte er das von der Fachhochschule koordinierte WIR!-Bündnis Holz-21-regio vor und erläuterte interessierten Passanten und Besuchern des Marktes die innovativen Ideen des Bündnisses.


Neben dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio wurde auch die Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Erfurt, der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen und der Stadt Suhl im Rahmen des Kooperationsprojekts "Suhl Nord" vorgestellt. Hierbei soll ein ehemaliger Wohnstandort im Norden Suhls zu einem Gewerbestandort entwickelt werden, der sich auf Firmen rund um die Wertschöpfungskette Holz und innovative Holzverwendung sowie Photovoltaik konzentriert.


Im Rahmen dieser Kooperation stellt die Stadt Suhl der Fachhochschule Erfurt und dem WIR!-Bündnis Holz-21-regio Räumlichkeiten am Standort Suhl Nord zur Verfügung. Diese werden derzeit eingerichtet und sollen als Anlaufstelle für Interessierte rund um das Thema nachhaltige Holznutzung dienen.


Die Ideen des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio begeisterten viele Besucher des Themenmarktes, die sich von den innovativen Konzepten rund um den heimischen Rohstoff Holz inspirieren ließen. Die Veranstaltung war somit ein voller Erfolg und trug dazu bei, das Bewusstsein für regionale und nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Thüringer Waldregion zu stärken.


(P.Voigt)



(Foto: Anke Mämpel)


 


26.04.2023 bis 27.04.2023
Holz-21-regio nimmt an KWF-Workshop zu KI-unterstützten Forstmaschinen teil

Das WIR!-Bündnis Holz-21-regio, hat am 26. und 27. April am "Calahari" Workshop des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF e.V.) teilgenommen. Der Workshop fand in der Zentrale des KWF in Groß-Umstadt statt und hatte das Ziel, eine Anforderungsanalyse für die Entwicklung KI-unterstützter Forstmaschinen für die Holzernte zu erarbeiten.


Für das Bündnis nahmen der stellvertretende Bündnissprecher Prof. Dr. Gunther Notni, Dr. Maik Rosenberger, Raik Illmann und Patrick Voigt teil. Sie wurden vom KWF zur Teilnahme eingeladen. Das Forschungsprojekt Calahari wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert und soll ein erster Schritt in Richtung automatisierter forsttechnischer Systeme sein.


Im Workshop wurde über den aktuellen Stand in der Holzernte diskutiert und daraus Anforderungen an automatisierte Systeme abgeleitet. Das Projektkonsortium besteht aus der Firma Stihl, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und dem KWF.



(Foto: KWF e.V.)


Die Veranstaltung war für das Bündnis Holz-21-regio eine wertvolle Gelegenheit, wichtige Kontakte in diesem Trendthema zu knüpfen, Ideen für ein eigenes Vorhaben in diesem Bereich zu sammeln, den aktuellen Stand der Diskussionen und des Wissens in diesem Bereich zu erfahren und daran mitzuarbeiten.


Wir bedanken uns beim KWF für die Einladung und freuen uns auf weitere Zusammenarbeit in diesem wichtigen Bereich der automatisierten Forsttechnik.


(P.Voigt)



(Foto: KWF e.V.)


24.04.2023
Baumpflanzung und Sensoraufbau in Cursdorf

Dr.-Ing. Maik Rosenberger, Martin Richter, Frank Winkler und Janek Meister vom Fachgebiet Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung der TU Ilmenau sowie Kevin Kögler, ein Forst-Referendar von ThüringenForst haben am 24. und 25. April 2023 die Versuchsfläche des WIR!-Bündnisses Holz-21-Regio in Cursdorf bearbeitet. Dabei wurden neue Bäume gepflanzt und eine Wetterstation installiert, um die klimatischen Bedingungen vor Ort zu überwachen. Diese Aktivitäten sind Teil des Starterprojekts II Basistechnologieevaluation.



(von Links: Dr. Maik Rosenberger, Kevin Kögler, Frank Winkler, Martin Richter und Janek Meister, Foto: M. Rosenberger)


Dabei wurden abgestorbene Setzlinge ersetzt und leere Flächen komplett bepflanzt. Unterschiedliche Baumarten wie Kastanien und Douglasien wurden verwendet, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den veränderten klimatischen Bedingungen zu testen und ihre Eignung für einen klimaresilienten Waldumbau zu bewerten.


Ein bestimmtes Gebiet der Versuchsfläche wurde für den Test des Roboterhunds "Spot" auf realistischem Walduntergrund freigehalten, um seine Einsatzfähigkeit in solchen Gebieten zu überprüfen.


Zusätzlich wurde eine vollautomatische Wetterstation auf der Versuchsfläche installiert, die stündlich aktuelle und lokale Wetterdaten liefert. Diese Daten können genutzt werden, um Informationen über die Gesundheit und Probleme der Pflanzen vor Ort zu erhalten und die Ergebnisse der späteren Kameraanalyse zu überprüfen.


Es wurden auch weitere Projekte für die Versuchsfläche geplant, darunter ein Kamerastandort für die multispektrale Analyse der umliegenden Setzlinge sowie ein Standort für eine Hütte mit Solarpanelen zur Stromversorgung.


(PV)



(Janek Meister, Foto M. Rosenberger)


18.04.2023 bis 19.04.2023
Holz-21-regio auf dem forstlichen Unternehmertag in Hundisburg

Das Bündnis Holz-21-regio hat am Forstlichen Unternehmertag unter dem diesjährigen Motto "Rohstoffversorgung heute und morgen sichern" in Hundisburg bei Magdeburg teilgenommen. Die Tagung, die vom Fraunhofer IFF und der Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern organisiert wurde, bot eine Plattform für Austausch und Diskussionen über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für das Cluster Forst und Holz.


Die Veranstaltung richtet sich vor allem an forstliche Unternehmer der Wertschöpfungskette Rohholz, also Holzernte- und Rückebetriebe, Rundholzspediteure und holzverarbeitende Betriebe. Verbände und Forschungsorganisationen waren ebenfalls vertreten.


Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen und Strategiemitarbeiter Patrick Voigt nahmen an der Tagung mit dem Ziel teil, das Netzwerk des Bündnisses auszubauen, Holz-21-regio vorzustellen und Informationen über wichtige Trendthemen der Branche zu erfahren, sowie sich an den Diskussionen zu beteiligen. Dabei konnten einige neue Kontakte geknüpft werden. Wir erhielten insgesamt viel Bestätigung vom Fachpublikum für unser Strategie für regionale, resiliente und nachhaltige Wertschöpfungsketten, basierend auf dem heimischen Rohstoff Holz.


Insgesamt war die Tagung eine spannende und informative Veranstaltung, welche das WIR!-Bündnis Holz-21-regio nutzen konnte, um seine Präsenz in der Branche zu stärken und wichtige Einblicke und Kontakte zu gewinnen.


(P.Voigt)



(Foto: Fraunhofer IFF)


30.03.2023 bis 31.03.2023
Erfahrungsaustausch der WIR!-Bündnisse in Potsdam

Holz-21-regio wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingeladen, am Erfahrungsaustausch der WIR!-Bündnisse teilzunehmen. Erik Findeisen, Bündnissprecher, Patrick Voigt, Strategiemitarbeiter, und Martin Richter, Projektmitarbeiter von der TU Ilmenau, haben für Holz-21-regio teilgenommen. In Deutschland gibt es derzeit 44 unterschiedliche WIR!-Bündnisse, zu denen auch Holz-21-regio gehört.


Ziel der Veranstaltung war es, die unterschiedlichen WIR!-Bündnisse zusammenzubringen und zu vernetzen. In sogenannten Themeninsel-Workshops haben sich die Bündnisse zu aktuellen Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen ausgetauscht. Obwohl die Bündnisse thematisch sehr unterschiedlich sind, sind die Herausforderungen inhaltlicher und organisatorischer Natur doch sehr ähnlich. Daher war es sehr hilfreich zu sehen, wie unsere Kollegen aus anderen Bündnissen ihre Probleme bewältigen.



Holz-21-regio hat sich intensiv mit Möglichkeiten zur Bündnisverstärkung, Bündnismanagement und Bioökonomie auseinandergesetzt und neue Ansätze und Ideen gesammelt. Darüber hinaus haben wir Kontakte zu weiteren WIR!-Bündnissen geknüpft.


Wir sind dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sehr dankbar für die Organisation und Ermöglichung dieses Events und nehmen wertvolle Impulse für die weitere Bündnisarbeit mit.


(P.Voigt)



(Foto: P.Voigt)


24.03.2023 bis 26.03.2023
Holz-21-regio auf der FORST³ Messe in Erfurt

Holz-21-regio wird dieses Jahr auf der Forst³ Messe in Erfurt vom 24.03.23 bis 26.03.23 vertreten sein und möchte seine Mitglieder darauf aufmerksam machen.


Die Forst³ ist eine Messe für (angehende) Forstleute, Waldbesitzer, kommunale und private Forstbetriebe, private Holzverwerter und interessierte Besucher aus der allgemeinen Bevölkerung.


Wir sind stolz darauf, unsere Partner von der TU Ilmenau auf der Messe begrüßen zu dürfen, die unter anderem ihren Spot Roboter von Boston Dynamics vorstellen werden. Der Roboter ist in die Forschung für einen klimaresilienten Waldumbau im Rahmen des Starterprojekts 2 eingebunden. Am Samstag wird Holz-21-regio auf einem Fachvortrag vertreten sein und wir freuen uns auf unsere Mitglieder und einen gemeinsamen Austausch.


Besuchen Sie uns am Stand der Fachhochschule in Halle 2 auf der Forst³ Messe in Erfurt!


(P.Voigt)



Foto: Raik Illmann


Website Forst³


Beitrag im MDR


 


 


 


 


 


21.03.2023
SpectroNet Collaboration Conference am 21.03.2023 am Fraunhofer IOSB in Karlsruhe

Am 21.03.2023 wurde unser Bündnis Holz-21-regio zur SpectroNet Collaboration Conference an das Fraunhofer IOSB nach Karlsruhe eingeladen. In Vorbereitung auf die OCM – einer anschließenden Fachmesse zur optischen Charakterisierung von Materialoberflächen -  wurde ein Tagesprogramm mit führenden Kameraherstellern aus Europa aufgesetzt, um die derzeitigen Systeme und Technologien aus Sicht der Hersteller zu erläutern und zu vermarkten.



Holz-21-regio unterstützte die Veranstaltung durch Werbung und einer eigenen Posterpräsentation. Die Suche nach Firmen und Herstellern für den Kameraeinsatz mit verschiedenen Spektralkanälen für den klimaresilienten Waldumbau und der Forsttechnik, sowie Fernerkundung läuft auf Hochtouren und soll zielgerichtet in Projekten dieses Innovationsbereichs eingesetzt werden. Gastgeber der Räumlichkeiten war unser stellvertretender Beiratsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Thomas Längle, der die Abteilung der Sichtprüfsysteme am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe leitet.  Eine Folgeveranstaltung wird dieses Jahr im September in Jena aufgesetzt und Holz-21-regio wird sich wieder mit Fachvorträgen und Präsentationen auf die Suche nach Kamera- und Sensorherstellern begeben.


(S. Lummitsch)



 


16.03.2023
4. Beiratstreffen Holz-21-regio


Am 16.03.2023 fand in den Konferenzräumen des Technologie- und Innovationsparkes (TIP) in Jena eine Sitzung des Beirates von Holz-21-regio statt.


Den Schwerpunkt der Sitzung bildete die Beurteilung von weiterentwickelten Projektskizzen aus dem Projektcall "Zukunftsbaustoff Holz und Gesellschaft durch den Beirat. Ein positives Beiratsvotum ist für die Förderung einer Projektskizze zwingend notwendig.



Es freut uns, berichten zu können, dass alle in der Sitzung vorgestellten Skizzen ein positives Fördervotum erhalten haben. Hierbei handelt es sich um die Projekte RePaPro, HOBESENS und OeWeHo.


Das Projekt RePaPro beschäftigt sich mit der Erforschung und Erprobung von Sukzessionsgehölzen für die Herstellung von Dämmelementen. Hierbei sollen Hölzer aus Vor- und Zwischenwäldern regional genutzt werden.


Das Projekt HOBESENS will kompakte, stromsparende und drahtlos kommunizierende low-energy Sensorik entwickeln, die in moderne Holz-Bauelemente (Brettsperrholzbauweise) integriert wird. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Veränderung des Einzelbauelements als auch des Bauwerks als Ganzes zu gewinnen.


Das Projekt OeWeHo hat das Ziel, ein modulares und seriell anwendbares Holzbausystem für den mehrgeschossigen Holzbau unter Einbeziehung der regionalen Wertschöpfungskette des Thüringer Waldes zu entwickeln. Hierbei sollen verschiedene Holzqualitäten (Nadel-, Laub- und Kalamitätsholz) in den Herstellungsprozess eingebunden werden. Ziel ist die Entwicklung eines modularen Holzbausystems für den mehrgeschossigen Bau mit mechanischer Verbindung ohne Zusatz von Metall und Leim zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit. Auch hier soll Holz aus regionaler Thüringer Wertschöpfungskette in den Herstellungsprozess des modularen Holzbausystems einbezogen werden.


Wir freuen uns über das positive Fördervotum des Beirats und sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen der Projekte.


(P.Voigt)


 



 



(Alle Fotos: P.Voigt)


14.03.2023
TMIL unterstützt Holz-21-regio Innovationsmanagement

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) hat kürzlich eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterzeichnet, welche eine gemeinsame Förderung des Projekts „Holz-21-regio“ beinhaltet. Die finanzielle Unterstützung des TMIL i. H. v. rund 200.000 € wird konkret zur Teilfinanzierung des Innovationsmanagements eingesetzt, welches einen wichtigen Bestandteil von Holz-21-regio darstellt.


Das Innovationsmanagement umfasst die Tätigkeit von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern zur organisatorischen Umsetzung der Koordinationsaufgaben im Verbund Holz-21-regio. Das Innovationsmanagement ist zudem zuständig für die gezielte Bündelung und Ausarbeitung von Projektideen, um kleine und mittelständische Firmen in der Thüringer Waldregion zu filtern und zur Antragstellung zu ermutigen.


Dank der qualifizierten Zuarbeit der Mitarbeiter des Innovationsmanagement kann die Brücke zwischen passfähigen Ideen und der forschungsseitigen Umsetzung gebaut werden. Die Arbeit des Innovationsmanagements ist somit ein zentraler Grundpfeiler für die weitere Entwicklung von Holz-21-regio und die Umsetzung der Strategie zur Entwicklung der Thüringer Waldregion hin zu einer Modellregion für regionale, nachhaltige, resiliente Wertschöpfungsketten basierend auf dem nachwachsenden, heimischen Rohstoff Holz.


Im Ergebnis der Kooperationsvereinbarung unterstützt das TMIL als Landesbehörde des Freistaats Thüringen aktiv unser WIR! -Bündnis Holz-21-regio. Dieses Engagement zeigt erneut das Bestreben des TMIL, die Belange des nachhaltigen Bauens im Freistaat voranzubringen und die Bioökonomie in der Region zu fördern. Wir sind zuversichtlich, dass diese Zusammenarbeit zur Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten beitragen wird und somit einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft und Umwelt in der Region hat. Wir bedanken uns an dieser Stelle insbesondere bei Ministerin Susanna Karawanskij und Referatsleiter Mario Lerch für ihre Unterstützung.


(P.Voigt)


Ministerin Susanna Karawanskij (Foto D. Santana)

Ministerin Susanna Karawanskij (Foto: D. Santana)


02.02.2023
Lenkungsgruppentreffen

Am 02.02.23 fand ein Treffen des Lenkungskreises von Holz-21-regio statt. Die Teilnehmer diskutierten die Ziele und Meilensteine für das kommende Jahr. Außerdem wurden Projektskizzen, die im Vorfeld des bevorstehenden Beiratstreffens beim Bündnis eingereicht wurden, überprüft und bewertet.


(P.Voigt)



(Foto P.Voigt)


26.01.2023
Forum Holz Innovativ - Disruption in Forest Industries

Am 26. Januar 2023 fand das von Swiss Krono organisierte erste "Holz Innovativ - Disruption in Forest Industries"-Forum in Wittstock/Dosse statt. Das Forum diente vor allem der Vorstellung von Technologien, Innovationen, Forschungsvorhaben, -projekte und Startups aus dem In- und Ausland rund um das Thema innovativer Holzverwendung.


Wir waren Teil dieser inspirierenden Veranstaltung und hatten die Chance, das WIR!-Bündnis Holz-21-regio vorzustellen und unser Engagement für die innovativen Holzverwendungen zu demonstrieren.


Während des Forums konnten wir spannende Kontakte knüpfen und diskutierten bereits Möglichkeiten einer zukünftigen Forschungskooperation. Wir freuen uns darauf, in Zukunft mit diesen Kontakten weiter zusammenzuarbeiten um am Strukturwandel in Thüringen mitzuwirken. Es war ein erfolgreicher und produktiver Tag, der uns motiviert, weiter an der Umsetzung unserer Vision zu arbeiten.


 


 


 


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19.01.2023
Holz-21-regio bei der Thüringer Landesvertretung in Brüssel

Am 19.01.2023 stellten Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen sowie Sascha Lummitsch und Patrick Voigt den Kollegen der Vertretung des Freistaats Thüringen in Brüssel das WIR!-Bündnis Holz-21-regio und dessen Strategie zur Strukturentwicklung in Thüringen auf Basis der Entwicklung regionaler Holz-Wertschöpfungsketten vor.


Die Thüringer Vertretung in Brüssel bot Unterstützung für die internationale Weiterentwicklung des Ministeriumsübergreifenden Projektes an, entsprechende Gespräche sollen folgen.


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18.01.2023
5th edition of the Forest Innovation Workshop

Am 18.01.2023 richtete das Netzwerk europäischer Regionen für Innovationen in Landwirtschaft, Forst und Ernährung (ERIAFF) den 5 forstlichen Innovationsworkshop in Brüssel aus.


Der Forst – Innovationsworkshop in Brüssel bot für die Vernetzung der Thüringer Modellregion mit europäischen Partnern beste Möglichkeiten. Prof. Erik Findeisen, Strategiemitarbeiter Patrick Voigt und Projektkoordinator Sascha Lummitsch stellten auf dem Workshop das WIR!-Bündnis Holz-21-regio und dessen Strategieansätze zur Strukturentwicklung in der Thüringer Wald Region auf Basis einer innovativen, regionalen und holzbasierten Bioökonomie vor.


Die Strategie von Holz-21-regio stieß bei den europäischen Kollegen auf großes Interesse. Es wurden Kontakte zu Vertetern europäischer Regionen und Vorhaben mit vielen Gemeinsamkeiten und ähnlichen Herausforderungen geknüpft. Auf diesen Kontakten aufbauend gilt es nun, im Austausch zu bleiben, voneinander zu lernen und idealerweise in zukünftigen europäischen Förderprogrammen wie bsw. dem Interreg Europe Programm zusammenzuarbeiten.


Dadurch können wir die internationale Aufmerksamkeit für Thüringen stärken und weitere Resourcen für unsere Region und unser Bündnis sichern.


Weiterführende Links:


Veröffentlichung zum Besuch auf der Website der FH-Erfurt


Beitrag der Vertretung des Landes Thüringen in Brüssel


 


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18.12.2022
Runder Tisch Fernerkundung im Forst

In Thüringen passiert viel auf dem Gebiet der Fernerkundungsforschung für forstliche Anwendungen. Forschende der Friedrich Schiller Universität Jena, der Fachhochschule Erfurt, des deutschen Luft- und Raumfahrzeitrums in Jena sowie des Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrums in Gotha arbeiten ambitioniert an unterschiedlichsten aktuellen Fragestellungen im Bereich der Fernerkundung.


Unter der Fragestellung, wie sich sinnvoll Kompetenzen und Wissen in diesem Bereich bündeln ließen, fand am 18.12.2022 ein vom WIR!-Bündnis Holz-21-regio und dem FFK Gotha angeregter "Runder Tisch" in den Räumlichkeiten der Fachhochschule Erfurt statt. Ziel der Veranstaltung war ein gegenseitiges Kennenlernen, Vorstellen von Forschungsvorhaben sowie das Diskutieren notwendiger weiterer Forschungsbedarfe im Bereich der forstlichen Fernerkundung und Erörterung möglicher Kooperationsmöglichkeiten.


Das Format fand unter allen Teilnehmenden viel Zustimmung. Nach dem ersten Kennenlernen ist für das Jahr 2023 eine Fortsetzung des runden Tisches geplant.


 


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01.12.2022
3. Beiratstreffen von Holz-21-regio

Am 01.12.2022 haben sich die Beiratsmitglieder von Holz-21-regio in der IHK Erfurt getroffen, um die 3 weitergereichten Skizzen zum 2. Call "Zukunftsbaustoff Holz und Gesellschaft" auf ihre Förderwürdigkeit zu prüfen und anschließend eine Förderempfehlung an den Projektträger Jülich auszusprechen. In kurzen Vorträgen mit anschließender Fragerunde wurde die 3 Skizzen durch die Projektverantwortlichen vorgestellt. Im offenen Wettbewerb sind sehr gute innovative Ansätze entstanden, die als Teil der Holz-21-regio Strategie den Strukturwandel in der Thüringer Waldregion vorantreiben werden.


03.11.2022
Treffen des Lenkungskreises von Holz-21-regio

Am 03.11.2022 haben sich die Mitglieder des Lenkungskreises von Holz-21-regio an der Fachhochschule Erfurt getroffen, um über die Förderempfehlung der eingereichten Projektskizzen des 2. Calls "Zukunftsbaustoff Holz und Gesellschaft" zu entscheiden. Schlussendlich sind 3 Skizzen an den Beirat weitergeleitet worden, der die Förderfähigkeit gemäß der eigenen Leitlinien und Kriterien prüft.


06.10.2022
2. Thüringer Holzbautag

Die Fachhochschule Erfurt hat am 06.10.22 in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und dem Landesbeirat Wald und Holz Thüringen e. V. alle Holzbau-Interessierten im Land zum 2.Thüringer Holzbautag „Thüringen auf dem Weg zum Holzbauland“ eingeladen. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die künftig in Thüringen klimafreundlich bauen wollen – Architekt:innen, Ingenieur:innen, Fachplaner:innen, Bauherr:innen, Beschäftigte in der öffentlichen Bauverwaltung und den Genehmigungsbehörden, Entscheidungsträger wie Bürgermeister:innen, Land- und Gemeinderäte und Vertreter:innen von Holzbauunternehmen, von Bauproduktherstellern und der Wohnungswirtschaft. Holz-21-regio wurde durch unseren Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen im Vortrag "Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft sichert Klimaschutz und Strukturentwicklung in Thüringen – WIR!-Bündnis „Holz21regio“ vorgestellt.


03.10.2022 bis 06.10.2022
Holz-21-regio auf der Weltleitmesse Bildverarbeitung VISION 2022 in Stuttgart

Auch dieses Jahr zeigte Holz-21-regio wieder Flagge auf der Vision 2022 in Stuttgart, der weltgrößten Messe für Bildverarbeitung. Um die eigenen Bedarfe im Bereich der Digitalisierung und Sensorik in die Praxis zu spiegeln und auf die Suche nach interessanten Praxispartnern zu gehen, hat sich die Messe das Jahr zuvor bereits sehr gelohnt. Auch dieses Jahr konnten interessante Partner aus Thüringen ausfindig gemacht werden, wie beispielsweise das Softwareunternehmen 3plusplus aus Suhl, oder die Firma Vision & Control, ebenfalls aus Suhl.


(S. Lummitsch)


22.09.2022 bis 23.09.2022
Die EastWood Tagung in Leipzig

Nach der „digitalen Premiere“ im vergangenen Jahr sorgten ungefähr 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen ausverkauften Hörsaal bei der ersten „Präsenzveranstaltung“. Den Kern der Tagung bildeten 9 inhaltlich breit gestreute Vorträge von 10 Referenten. Umrahmt wurde das Ganze von einer vielfältigen Fachschau, bei der sich die „Partner der EASTWOOD“ präsentierten. Patrick Voigt und Sascha Lummitsch waren bei der Tagung zugegen und knüpften in den Pausen und beim Abendprogramm Kontakte zum Abbundzentrum Dahlen, zu Herrn Josef Traberts Ingenieurbüro, zur Bennert GmbH aus Klettbach und jeder Menge Handwerker aus Thüringen & Sachsen.


21.09.2022
2. Regionalkonferenz in Neustadt an der Orla

Die 2. Regionalkonferenz wurde am 21.09.2022 in Neustadt an der Orla abgehalten, auf Anfrage des Bürgermeisters Herrn Ralf Weiße und des Klimamanagers Karsten Schmidt. Patrick Voigt und Sascha Lummitsch haben das Konzept von Holz-21-regio vorgetragen und sind anschließend in die Diskussion mit den teilnehmenden Unternehmern gegangen, welche Chancen und Potentiale Neustadt a.d. Orla besitzt, um eine lokale Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft aufzubauen. Ein interessanter Aufhänger für eine weiterführende Veranstaltung ist die beabsichtigte Errichtung eines mobilen BSP-Werkes in der Region. Alle Beteiligten äußersten den Wunsch einer Folgeveranstaltung, die Anfang 2023 umgesetzt wird.


07.09.2022 bis 08.09.2022
Holz-21-regio auf der SpectroNet Collaboration Conference 2022, Jena

Am 7. und 8. September 2022 sind wir als Verbund der Bitte nachgekommen, unsere Themen der Digitalisierung in der Forst- und Holzwirtschaft, sowie unsere Ideen über den Einsatz neuster Farb- und Multispektralkameras in der Waldbewirtschaftung und Rohholzgewinnung auf der diesjährigen SpectroNet Collaboration Conference in Jena vorzustellen. Die Teilhabe an den Vorträgen von Holz-21-regio war ein Schwerpunkt der gesamten Veranstaltung, auf der mehr als 70 Geschäftsführer von Kameraherstellern, Firmen mit Bezug zu Photonik, Sensorik und Bildverarbeitung anwesend waren. Unser Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen hat die Keynote zum Thema "Photonic and Machine Vision as Necessary Tools in Forestry and Wood Industry" gehalten, während Sascha Lummitsch und Nils Fischer von der FH Erfurt 2 Workshops zu "Machine-aided plant vitality data acquisition" und "Camera based measurement of forest infrastructures" durchgeführt haben. Die Problemstellungen aus forstpraktischer Sicht sind auf sehr großes Interesse gestoßen und mehrere Firmen haben den Wunschg nach weiterführenden Zusammenarbeiten geäußert.


Auf der Homepage unseres Partners SpectroNet gibt es einen Review der Veranstaltung mit einer Fotodokumentation. Auch die Vorträge können dort angesehen werden.


15.07.2022 bis 30.09.2022
Veröffentlichung Projektcall 2

„Zur weiteren Umsetzung unserer Forschungs- und Innovationsstrategie in den Jahren 2022-2024 rufen wir zur Einreichung von Projektskizzen, welche sich dem Themenfeld „Zukunftsbaustoff Holz und Gesellschaft“ widmen, auf.


https://www.holz-21-regio.de/dokumente-zum-projektcall-2


 


17.06.2022 bis 28.06.2022
1. Mitgliederversammlung am 28.06.2022

Am 28.06.2022 findet die Mitgliederversammlung unseres Verbundprojekts „Holz-21-regio“ am Grünen Campus in der Leipziger Straße 77, 99085 Erfurt im Holzhörsaal statt. Auf der Versammlung kommen ab 14 Uhr Thüringer Vertreter:innen aus Forschung, Politik und Wirtschaft aus unterschiedlichen Bereichen wie der Informatik, Maschinenbau, Holzbau, Forstwirt- und wissenschaft zusammen, um sich zu vernetzen und innovative Projektideen für Holz-21-regio zu entwickeln. Die Veranstaltung wird durch den Vortrag ab 19 Uhr „Häuser wie ein Baum, Städte wie der Wald“ auf dem Erfurter Klimapavillion abgerundet. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, das Bündnis Holz-21-regio näher kennenzulernen und sich einzubringen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis 22.06.2022 bei patrick.voigt@fh-erfurt.de an.


 


14.07.2022
Einladung zur 1. Collaboration Conference in Jena

Sehr geehrte Mitglieder,


wir laden Sie recht herzlich zur 1. Collaboration Conference am 07./08.09.2022 in Jena ein. Thematisch wollen wir uns mit dem Innovationsbereich des klimaresilienten Waldumbaus beschäftigen und treffen vor Ort auf ein breites Spektrum an Herstellern von Kameras und Sensorlösungen. Um unsere Bedarfe im Bereich der Vitalitätsparametererfassung, der Umweltfernerkundung und auch Schadenserfassungen im Sinne des Forstschutzes einem Fachpublikum zu präsentieren, wird es am 08.09.2022 einen Workshop mit anschließender Diskussion seitens Holz-21-regio geben. Wir laden Sie zu beiden Tagen der Konferenz sehr herzlich ein. Wenn Sie thematisch einen Vortrag beisteuern wollen, dann melden sie sich bitte hier an. Um als Teilnehmer der Veranstaltung beizuwohnen, klicken Sie hier. Ein Überblick über die Tagesabläufe ist auf unserer Partner-Homepage dargestellt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.


 


12.07.2022
Regionalkonferenz in Königsee
04.07.2022
Rückblick zur 1. Mitgliederversammlung von Holz-21-regio

Die Mitglieder von Holz-21-regio zeigten am Dienstag, dem 28.06.2022, ihr reges Interesse, sich am strukturellen Wandel in der Thüringer Waldregion aktiv zu beteiligen und die nachhaltig verfügbare Ressource Holz als Ausgangsbasis für eine bessere Wertschöpfung vor Ort zu verwenden. Kleine Handwerksbetriebe, große Forschungsinstitute, Verbände, Kommunen, Waldbesitzer und Industrieunternehmen waren mit 60 Personen im Holzhörsaal der Fachhochschule Erfurt vertreten und informierten sich über die neusten Entwicklungen im Projekt, vorgetragen vom Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen. Das Ziel der Veranstaltung war, sich in Workshops zum Zukunftsbaustoff Holz zu verständigen, aber auch die Einbindung der Gesellschaft vor Ort zu diskutieren. Holz-21-regio möchte ein Beteiligungsmodell für alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette des Rohstoffs Holz vom Waldbesitzer bis zum Endnutzer schaffen und dafür wurden interessante Ideen ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und Probleme angesprochen. In einem weiteren Workshop wurden Ingenieur-technische Fragestellungen zum modernen Holzbau diskutiert. Anschließend sind die Ergebnisse der Workshops in den bevorstehenden Aufruf (Call) zu neuen Verbundforschungsvorhaben geflossen. Der nächste Call wird sich thematisch mit dem Thema unseres Zukunftsbaustoffs Holz befassen und wird am 15.07.2022 ausgerufen. Alle Mitglieder von Holz-21-regio, ob Institution, Privatperson oder Vereine, können sich dann mit einer Forschungsskizze bewerben. Als gelungener thematischer Abschluss versammelten sich die Interessenten ab 19 Uhr vor dem Erfurter Klima-Pavillon auf dem Petersberg und hörten den Vortrag von Dr. Erwin Thoma zum Thema“ Häuser wie ein Baum, Städte wie der Wald“. Herr Thoma beschäftigt sich Zeit seines Lebens mit dem Holzbau und hat dafür die Firma Holz100 gegründet, die Häuser aus 100% Massivholz weltweit plant und aufbaut. Für den fachlichen und ideellen Austausch stand er Holz-21-regio seit Beginn sehr unterstützend zur Seite. Den Vortrag zum Anschauen finden Sie hier.


28.06.2022 bis 29.06.2022
3. Deutscher Holzbau Kongress (DHK) «Bauen mit Holz im urbanen Raum» am 28. und 29. Juni 2022

Die FH Erfurt beteiligt sich erstmals als Mitveranstalter des 3. Deutschen Holzbau Kongresses in Berlin. Details zu der Veranstaltung finden Sie hier.


24.05.2022
Mitwirkung der Kommune Königssee

Unser Projekt war Anlass für ein Treffen von Marco Waschkowski, Bürgermeister von Königsee, Steffen Berghof von der Berghof Group und Professor Erik Findeisen, Dekan der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst an der Fachhochschule Erfurt am 24.Mai in Königsee.


In regem Austausch wurden erste Möglichkeiten und Ansatzpunkte für eine Mitwirkung der Kommune und Königseer Firmen bei diesem Thüringer Verbundprojekt diskutiert.


23.05.2022
2. Veranstaltung der Ringvorlesung: Holzbau als Chance!

Unterstützt der Holzbau die gesunde Entwicklung unserer Kinder?

Werkbericht gebauter und geplanter Holzbauten

(Jörg Weber & Dirk Hädicke, raum33 Architekten, Weimar)


Im Beitrag werden zwei ausgeführte Thüringer Kindergärten in Massivholzbauweise vorgestellt. Beleuchtet wird unter anderem der digitale, 3D-gestützte Planungsprozess, sowie der auf Fertigelementen basierende Bauprozess. Der Ausbau der Gebäude wurde vorwiegend mit ökologischen Baustoffen durchgeführt, um gesunde raumklimatische Bedingungen zu schaffen. Anschließend folgt ein Ausblick auf sich derzeit in der Planung befindliche Bildungsbauten.


 


Wann: Montag, 23.05.2022 um 19:00 Uhr im Green Campus, Leipziger Straße 77, Erfurt


Webex-Meeting


17.05.2022
Holz als grüner Wachstumsmotor

Am 21.04.2022 hat unser Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein sehr interessantes Interview gegeben, wobei die Ausgangssituation, die Probleme, aber auch die Zielstellungen und Lösungswege für Holz-21-regio aufgegriffen werden. Das Interview finden Sie auf der Website des BMBF.


11.05.2022
Holz-21-regio zu Gast auf dem 1. Mitteldeutschen Bioökonomiekongress

Am 02.05.2022 fand der erste mitteldeutsche Bioökonomiekongress in Altenburg statt. Der Kongress wurde von der Metropolregion Mitteldeutschland organisiert und zielte unter anderem darauf ab, unterschiedliche Akteure aus dem Feld der Bioökonomie aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen zusammenzubringen und zu vernetzen. Unser WIR-Bündnis Holz-21-regio wurde durch Prof. Dr. Gunther Notni, Patrick Voigt und Sascha Lummitsch vertreten.


Bioökonomie bezeichnet ein Wirtschaftssystem, dessen Grundlage zum Großteil aus verschiedenen nachwachsenden Rohstoffen (bspw. Holz, Algen) bestehen soll. In grundlegender Essenz soll bioökonomisches Wirtschaften den „Strukturwandel von einer auf endlichen fossilen Quellen […] basierten Wirtschaft, zu einer stärker auf nachwachsenden Ressourcen basierten Wirtschaft herbeiführen.“ BMEL (2014)


Die Zielstellung von Holz-21-regio ist eine gesteigerte stoffliche Verwendung des regionalen und nachwachsenden Rohstoffes Holz, um vertiefte Wertschöpfungsketten im Bereich der modernen Holzverwendung aufzubauen. Holz-21-regio ist Teil der mitteldeutschen Bioökonomie und beteiligt sich an Diskussionen und Ideen für innovative Verwendungsmöglichkeiten von lokalen und regenerativen Ressourcen.


Im Rahmen des Kongresses präsentierte sich ein Dutzend regionaler Bioökonomieprojekte in kurzen Pitches.  Außerdem unterzeichneten Vertreter und Vertreterinnen von 23 regionalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Bioökonomie-Netzwerken und Wirtschaftsförderern eine Absichtserklärung für eine gemeinsame Bioökonomieregion Mitteldeutschland.


Für das Bündnis Holz-21-regio unterzeichnete Prof. Dr. Gunther Notni (sechster v.r.).


 


03.05.2022 bis 28.10.2022
Bundeswettbewerb HolzbauPlus bei der FNR gestartet

Liebe Mitglieder von Holz-21-regio,


wir möchten Sie gerne auf den Bundeswettbewerb HolzbauPlus aufmerksam machen. Der Wettbewerb HolzbauPlus 2022/2023 ist durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgerufen worden. Abgezielt wird dabei auf Bauwerke aus Holz und weiteren Naturbaustoffen, die zukunftstaugliche Nutzungs- und Energiekonzepte zur Grundlage haben.


Jeder ist aufgerufen, sich mit einem Neubau, Umbau oder sanierten Objekt um eine Preisträgerschaft zu bewerben. Das BMEL stellt 50.000 Euro für die Sieger in den verschiedenen Kategorien bereit – ganz gleich, ob man privat oder gewerblich als Bauauftraggebende(r) in Erscheinung tritt oder ein Bauvorhaben der öffentlichen Hand auf den Weg gebracht hat.


Einreichung der Projektangaben (Online-Formular) müssen spätestens bis 28.10.2022 online bei der FNR eingehen. Für weitere Informationen besuchen Sie die Website des Veranstalters.


Allen Teilnehmenden des Verbunds Holz-21-regio wünschen wir viel Erfolg!


25.04.2022
online Mitglieder-Informationsveranstaltung

In der nächsten Mitglieder-Informationsveranstaltung am 25.04.2022 um 16.30 Uhr werden alle Interessierte eingeladen, die sich im Wirkungsbereich von Holz-21-regio bewegen. Wir werden in der Veranstaltung über den aktuellen Stand in unserem Projekt informieren und die nächsten Schritte mit allen Teilnehmer*innen diskutieren.


 


Folgende Tagesordnung ist geplant:


1. Aktueller Stand in der Umsetzung des Konzeptes “Holz-21-regio” im BMBF-Förderprogramm „WIR! - Wandel durch Innovation in der Region“ (Prof. Erik Findeisen)


2. Vorstellung der drei Startervorhaben (Dr. Maik Rosenberger, Sascha Lummitsch)


3. Zeitplanung und organisatorische Abfolge 2022/2023 (Prof. Dr. Gunther Notni)


4. Sonstiges.


 


Für jegliche Anfragen wenden Sie sich bitte an info@holz-21-regio.de


 


25.04.2022
Ringvorlesung: Holzbau als Chance! Thüringen - ein Holzbauland?

An fünf Montagen im Sommersemester 2022 finden, immer ab 19:00 Uhr, Vorträge mit anschließender Diskussion im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung der FH Erfurt unter dem Titel "Holzbau als Chance! Thüringen – ein Holzbauland?" statt. Der erste Termin ist der 25.04.2022.


Den Veranstaltungsrahmen bildet das mit dem Thüringer Staatspreis für Baukultur ausgezeichnete Hörsaalgebäude Green Campus, der zuletzt auch Platz 5 beim Deutschen Hochschulbaupreis 2022 belegt hat.


Als Warm-Up werden jeweils ab 18:30 Uhr kulinarische Spezialitäten aus der Region gereicht.

Für alle, die nicht in Präsenz teilnehmen können, besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung online via Webex zu erleben.


Mehr Informationen gibt es unter https://www.fh-erfurt.de/ringvorlesung-holzbau-als-chance-thueringen-ein....


25.02.2022
Online-Workshop zum Startervorhaben 3 (Holzbau)

Um die Forschungsschwerpunkte im Bereich des seriellen Massivholzbaus in Thüringen zu erfassen, laden wir Vertreter Thüringer Holzbaufirmen und Forschungseinrichtungen am 25.02.2022 zu einem gemeinsamen Online-Workshop ein. Im Rahmen der Umsetzung unserer Ziele im WIR! - Bündnis „Holz-21-regio“ beginnen wir mit dem Startervorhaben 3, in dem die Grundlagen für eine serielle Produktion moderner Holzbauelemente sowie Standortfragen in der Thüringer Wald – Region untersucht werden sollen.

Generelles Ziel des Bündnisses ist die Entwicklung einer Holz – Modellregion Thüringer Wald, in der durch die vertiefte Wertschöpfung aus dem heimisch nachwachsenden Rohstoff Holz eine wirtschaftliche Basis für positive regionale Strukturentwicklungen geschaffen und damit gleichzeitig Beiträge zu einem aktiven Klimaschutz geleistet werden sollen. Der moderne Holzbau kann dazu wesentlich beitragen.

 


01.01.2022
Die Startervorhaben 1 und 2 haben begonnen

Um die fachliche Arbeitsfähigkeit des Bündnisses herzustellen, haben seit Jahreswechsel 2 der 3 beschriebenen Startervorhaben begonnen. Das erste Startervorhaben befasst sich mit der Weiterentwicklung der Bündnisstrategie. Dafür suchen wir noch tatkräftige personelle Unterstützung.


Stellenangebot


Das 2. Startervorhaben beschäftigt sich mit der Evaluation von Basissensortechnologien und der Erarbeitung von Systemanforderungen für die Innovationsbereiche von Holz-21-regio. Dabei wird vordergründig die prinzipielle Einsatzbarkeit verschiedener Sensortechnologien unter Umweltbedingungen erforscht, um Handlungsempfehlungen für die weiteren Projekte zu geben.


16.12.2021
1. Beiratssitzung

Am 16.12.2021 fand in Ilmenau die erste Beiratssitzung des Bündnisses statt.



duale Veranstaltung mit allen Beiratsmitgliedern und den Erstellern des Konzepts am Campus der TU Ilmenau


30.11.2021
Vortrag auf der InnoCon Thüringen

Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen stellt das WIR!-Projekt Holz-21-regio auf der innovationspolitischen Leitveranstaltung Thüringens zur Umsetzung der Thüringer Innovationsstrategie vor.


18.11.2021
Präsentation des Projektes beim Innovationsforum Holzwertplus
06.11.2021
Pflanzaktion im Schwarzatal
04.11.2021
Arbeitstreffen Projektplanung Cursdorf
04.10.2021 bis 06.10.2021
Präsentation auf der Messe Stuttgart

auf dem SpectroNet Gemeinschaftsstand auf der Messe Stuttgart zur „VISION“, der Weltleitmesse für Bildverarbeitung, präsentieren wir unser Bündnis vertreten durch Sascha Lummitsch


(Beitrag: https://www.spectronet.de/post/be-visionary-our-review-of-the-fair-vision-2021)


22.09.2021 bis 16.11.2021
Vortrag auf der Technologiekonferenz Elmug4future

Bündnissprecher Prof. Erik Findeisen spricht zum Thema: Forst- und Holzwirtschaft für Klimaschutz – Sensorik als Beitrag für innovative Technologien


09.09.2021
Kick-Off-Meeting des Bündnisses mit dem BMBF und PtJ
03.09.2021
Holz21-regio Bündnis für die Umsetzung ausgewählt
17.08.2021
Vortrag WIR!-Konzept Holz-21-regio vor Expertenjury
07.07.2021
Webcam Versuchsfläche geht online

zum Webcam-Video     zum Webcam-Foto



31.05.2021
Einreichung „WIR!“- Konzept: Holz-21-regio Wald | Holz | Zukunft

für das BMBF-Programm "WIR! -Wandel durch Innovation" in der Region aus der Programmfamilie "Innovation & Strukturwandel"


13.05.2021
E. Findeisen; Impulsvortrag „Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft“

im Workshop „Material der Zukunft muss Material mit Zukunft sein“ des Ideenlabors Weimar 2021 der Klassik Stiftung Weimar


05.05.2021
E. Findeisen; Vortrag zum Innovationsforum HolzWertPlus
29.04.2021
Spatenstich Versuchsfläche
04.02.2021
Workshop Schlüsselparameter für Leitprojekte
14.01.2021
Workshop Identifikation der Innovationsbereiche
01.01.2021 bis 31.12.2021
Ausblick für 2021

weitere Workshops zur Vertiefung sind geplant.


Thüringen setzt auf das Potenzial des Rohstoffs Holz

In: Wirtschaftsspiegel Thüringen, 6/2020, S.14-15;

FVT Fachverlag Thüringen UG, Erfurt 2020


27.11.2020
Online-Workshop zum Thema Moderner Holzbau in Thüringen
26.11.2020
Online-Workshop zum Thema Holz als Werkstoff
09.11.2020
Online-Workshop zum Thema Ressourcensicherung Holz in der Rennsteigregion
16.10.2020
Auftaktveranstaltung in Cursdorf

im Ortsgebäude Cursdorf mit Kommunalvertretern, Wirtschaftsförderern und Wissenschaftlern


Medieninformation (PDF)


01.09.2020 bis 31.05.2021
Konzeptphase

Im Prozess der Konzepterstellung werden Querschnittsfelder und die damit verbundenen Fragestellungen im Hinblick auf die Innovationspotenziale durch eine entsprechende Formierung des Bündnisses bearbeitet.



  • Aufbau einer gemeinsame Koordinierungsstelle Holz-21-regio

  • Gewinnung weiterer Partner für die Umsetzungsphase, sowohl regional als auch überregional

  • Erarbeitung des Innovationskonzeptes Wald |Holz | Zukunft in der Thüringer Waldregion Rennsteig-Schwarzatal


01.09.2020
Start der Konzeptphase Holz-21-regio Wald | Holz | Zukunft
Presseinformationen

Kontakt für Presseanfragen:


Grit Gröbel


Fachhochschule Erfurt - Erfurt University of Applied Sciences

Bereich Hochschulkommunikation / Öffentlichkeits- und Pressearbeit


PF 450155, 99051 Erfurt


Telefon: +49 361 6700-7054

E-Mail: presse@fh-erfurt.de


 


Für weitere Informationen:


Isabell Grinda


Innovationsmanagement im WIR!-Bündnis „Holz-21-regio“


Telefon: +49 361 6700-2231

E-Mail:
isabell.grinda@fh-erfurt.de


 


 


Hintergrundinformationen:


Wald, Holz, Zukunft


Holz-21-regio ist ein innovatives interdisziplinäres Bündnis, das sich der Förderung von nachhaltigen Innovationen im Bereich Wald und Holz verschrieben hat. Durch die Zusammenarbeit von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft strebt das Bündnis danach, den Thüringer Wald zur Vorzeigeregion für holzbasierte Innovationen zu machen, die gleichermaßen zur regionalen Strukturentwicklung und zum globalen Klimaschutz beitragen.


Das Bündnis agiert unter der Leitung der Fachrichtungen Forstwirtschaft der FH Erfurt sowie Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung der TU Ilmenau.


Das Bündnis hat ein umfassendes Strategiekonzept entwickelt, welches Ansätze und Lösungen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur strukturellen Entwicklung der Thüringer Waldregion aufzeigt. Die Entwicklungsstrategie zur aktiven Gestaltung des Strukturwandels im Thüringer Wald basiert auf den traditionell starken Wirtschaftsbereichen Forst- und Holzwirtschaft, Digitalisierung und Sensorik sowie Sondermaschinen- und Fahrzeugbau. In Zukunft gilt es, diese besonderen wissenschaftlichen, technologischen und unternehmerischen Kompetenzen interdisziplinär und sektorübergreifend zusammenzuführen.


Mit seinem Strategiekonzept hat das Bündnis Holz-21-regio eine Förderung aus dem WIR!- Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten.


 


WIR! Wandel durch Innovation in der Region


Bei "WIR!" handelt es sich um ein Förderprogramm des BMBF. Der themenoffene Förderansatz richtet sich an Regionen, welche noch kein national sichtbares Profil in ihren Innovationsfeldern entwickelt haben und über ungenutzte Innovationspotentiale verfügen. Diese Potenziale sollen die WIR!- Bündnisse ausschöpfen.


Das Thüringer WIR!- Bündnis Holz-21-regio wurde als eines von 23 anderen Bündnissen durch das BMBF ausgewählt und erhält nun für den Umsetzungszeitraum von 2022 - 2024 ein Budget von rund 8 Millionen Euro, um Projekte entsprechend seiner Strategie umzusetzen. Eine Verlängerung des Förderzeitraums und Erhöhung Budgets sind nach positiver Zwischenevaluierung Ende 2024 möglich.


 


Factsheet: Holz-21-regio


Überblick:


Holz-21-regio ist ein innovatives interdisziplinäres Bündnis, das sich der Förderung von nachhaltigen Innovationen im Bereich Wald und Holz verschrieben hat. Durch die Zusammenarbeit von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft strebt das Bündnis danach, den Thüringer Wald zur Vorzeigeregion für holzbasierte Innovationen zu machen, die gleichermaßen zur regionalen Strukturentwicklung und zum globalen Klimaschutz beitragen.


Ziele:



  • Förderung von Innovationen entlang der Wertschöpfungskette Wald-Holz-Gesellschaft.

  • Etablierung des Thüringer Waldes als europäische Modellregion für nachhaltige und innovative Holznutzung.

  • Beitrag zur regionalen Strukturentwicklung und zum Klimaschutz durch ressourcenschonende Ansätze.


Innovationsfelder:



  • Klimaresilienter Waldumbau

  • Wertschöpfungskette Rohholz

  • Zukunftsbaustoff Holz

  • Gesellschaft


Aktivitäten:



  • Durchführung von Forschungsprojekten, die auf holzbasierten Lösungen für zukünftige Herausforderungen fokussieren.

  • Organisation von Fachveranstaltungen, Konferenzen und Netzwerktreffen, um den Wissensaustausch und die Kooperation zu fördern.

  • Schaffung von Plattformen für den Dialog zwischen Experten, Wirtschaftsakteuren, Entscheidungsträgern und der Gesellschaft.


 



 


Foto:


2023_07_Robotik_Klimaresilienter_Waldumbau.jpg: Probeeinsatz zum Test der Eignung des Spot Roboterhundes von Boston Dynamics für den Einsatz im klimaresilienten Waldumbau


Fotonachweis: WIR!-Bündnis Holz-21-regio, Roman Möbius
Foto:


2023_07_Robotik_Klimaresilienter_Waldumbau.jpg: Probeeinsatz zum Test der Eignung des Spot Roboterhundes von Boston Dynamics für den Einsatz im klimaresilienten Waldumbau


Fotonachweis: WIR!-Bündnis Holz-21-regio, Roman Möbius
Foto:


2023_07_Robotik_Klimaresilienter_Waldumbau.jpg: Probeeinsatz zum Test der Eignung des Spot Roboterhundes von Boston Dynamics für den Einsatz im klimaresilienten Waldumbau


Fotonachweis: WIR!-Bündnis Holz-21-regio, Roman Möbius
Foto:


2023_07_Sensorik_Klimaresilienter_Waldumbau.jpg: Probeeinsatz zum Test der ... für den Einsatz im klimaresilienten Waldumbau


Fotonachweis: WIR!-Bündnis Holz-21-regio, Roman Möbius
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2023_07_Sensorik_Klimaresilienter_Waldumbau.jpg: Probeeinsatz zum Test der ... für den Einsatz im klimaresilienten Waldumbau


Fotonachweis: WIR!-Bündnis Holz-21-regio, Roman Möbius
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2023_07_Sensorik_Klimaresilienter_Waldumbau.jpg: Probeeinsatz zum Test der ... für den Einsatz im klimaresilienten Waldumbau


Fotonachweis: WIR!-Bündnis Holz-21-regio, Roman Möbius


 


 


Archiv Newslettter Holz-21-regio:


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Mitglieder des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio

Holz-21-regio vereint eine breite Palette von Akteuren:



  • Wissenschaftliche Institutionen und Forschungseinrichtungen

    • FH Erfurt, Koordinierungsstelle des WIR!-Bündnisses

    • Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum

    • Fraunhofer IDMT: Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie

    • Fraunhofer IOF: Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik

    • Fraunhofer IZFP: Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren

    • Hochschule Schmalkalden Fakultät Maschinenbau

    • HTWK Leipzig, Forschungsgruppe FLEX

    • IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH

    • Institut für angewandte Bauforschung Weimar gGmbH

    • Steinbeis Zentrum Prozess- und Materialsysteme für Textil- und Fördertechnik

    • Max-Planck-Institut für Biogeochemie

    • Steinbeis Zentrum Prozess- und Materialsysteme für Textil- und Fördertechnik

    • Technische Universität Dresden, Professur Holztechnik und Faserwerkstofftechnik sowie Professur für Forstnutzung

    • Technische Universität Ilmenau




 



  • Unternehmen

    • Ausbau und Service GmbH

    • Baumpaten Thüringen -Schüßler und Zink GbR

    • Bauwerk ERFURT

    • Bennert GmbH

    • Berghof Group GmbH

    • Beyer Ing. – Holzbau GmbH & Co. KG

    • Eco Timber

    • Ed. Züblin AG Jena

    • emsys Embedded Systems GmbH

    • Erfurt & Partner GmbH

    • FM Elektrotechnik & Photovoltaik GmbH

    • Hartung und Ludwig Architektur-und Planungsgesellschaft mbH

    • Hochundweit Architekturbüro

    • Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft mbh

    • KOOP Mobile Holzbausysteme GmbH & Co. KG

    • Kubio GmbH

    • Das Lehmwerk Erfurt

    • LUCAS GmbH

    • Machts GmbH

    • orbit Sensorfusion GmbH

    • SWG Senioren-Wohn e.G.

    • Unternehmensberatung Klaus Römhild

    • Zimmerei Hunstock

    • Zimmerei Walther




 



  • öffentliche Verwaltung und Kammern

    • Gemeinde Cursdorf

    • Handwerkskammer Südthüringen

    • Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen

    • Stadt Suhl

    • ThüringenForst AöR; Anstalt des öffentlichen Rechts




 



  • Interessenvertreter der Zivilgesellschaft, Privatpersonen, Verbände und Cluster

    • Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V.

    • Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.

    • SpectroNet c/o Technologiepark Jena GmbH

    • Verband Schnittholz- und Holzwarenindustrie Mitteldeutschland e.V.

    • Waldbesitzerverband für Thüringen e.V.

    • Acht Privatpersonen